Am Montag ist eine wissenschaftliche Untersuchung zur magmatischen Phosphatlagerstätte Bégin-Lamarche in der Fachzeitschrift Ore Geology Reviews erschienen. Die Veröffentlichung dokumentiert die geologischen und mineralogischen Eigenschaften des Vorkommens in der kanadischen Provinz Quebec. Für First Phosphate liefert die Begutachtung durch unabhängige Fachleute ein wichtiges Fundament für die geplante Rohstoffversorgung der Batterieindustrie.

Hohe Konzentration und geringe Verunreinigungen

Untersuchungen des Erzes belegen Phosphatkonzentrate von rund 40 Prozent P₂O₅. Dieser Gehalt liegt über dem weltweiten Durchschnitt für magmatische Phosphatlagerstätten. Die Reinheit des Vorkommens ist für die Weiterverarbeitung von Bedeutung, da viele weltweite Lagerstätten durch unerwünschte Begleitelemente belastet sind.

Zudem zeichnen sich die phosphatreichen Gesteinsschichten durch sehr niedrige Konzentrationen an Chlor sowie anderen Spurenelementen aus. Diese geochemische Zusammensetzung eignet sich für die Herstellung hochreiner Phosphorsäure. Das Zwischenprodukt ist für den Einsatz in Kathodenaktivmaterialien von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) bestimmt, die in Elektrofahrzeugen sowie stationären Energiespeichern genutzt werden.

Finanzierungszusagen und Fortschritte im Projekt

Parallel zu den wissenschaftlichen Nachweisen treibt das Unternehmen die Finanzierung und die technische Planung voran. Am 16. September berichtete The Globe and Mail über die Beteiligung einer staatlichen Exportkreditagentur.

Demnach unterstützt die Schweizerische Exportrisikoversicherung SERV eine Garantie über 212,5 Millionen USD für die Investitionsausgaben des Projekts in Quebec. Dieser Schritt stärkt die finanzielle Basis für die Errichtung der geplanten Anlagen.

Die operativen Fortschritte spiegeln sich auch in weiteren Unternehmensmeldungen wider. Vor rund einem Monat legte First Phosphate eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung nach dem Standard NI 43-101 für Bégin-Lamarche vor.

Zudem hielt das Unternehmen am 28. August seine Jahreshaupt- und Sonderversammlung ab und veröffentlichte die Abstimmungsergebnisse. Vor gut drei Wochen senkten Analysten von Emerging Growth Research den Abzinsungssatz in ihrer Sum-of-the-Parts-Bewertung für Mine und Phosphorsäureanlage um 100 Basispunkte, um dem reduzierten Projektrisiko Rechnung zu tragen.

Entwicklung am Kapitalmarkt

An der Börse spiegelt sich die operative Entwicklung der vergangenen Monate wider. Gestern gab die Aktie um 1,1 Prozent nach und schloss bei 1,47 Euro.

Trotz dieser kurzfristigen Konsolidierung bleibt der mittelfristige Trend positiv. Seit Jahresanfang verzeichnet das Wertpapier einen Kurszuwachs von 108 Prozent.