Die Solar-Branche steht unter Strom – und First Solar sitzt am Drücker. Während die gesamte Branche von der globalen Energiewende profitiert, bekommt der US-Hersteller nun Rückenwind von der Wall Street. Eine ganze Reihe großer Banken hebt die Kursziele kräftig an. Was treibt den Optimismus der Profis?

Machtpoker um die US-Fabrik

Im Zentrum der Aufregung steht die Investmentbank JPMorgan, die First Solar erneut als Top-Pick bezeichnet. Der Grund: Die Erwartungen an die anstehende RE+-Messe sind hoch – und Gerüchte über eine mögliche Ankündigung einer neuen US-Fabrik heizen die Spekulationen zusätzlich an. Die Bank peilt ein Kursziel von 241 US-Dollar bis Dezember an und signalisiert damit erhebliches Aufwärtspotenzial.

Quartalszahlen begeistern die Märkte

Die Basis für den aktuellen Optimismus legte First Solar mit einem überragenden zweiten Quartal 2025. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
– Erzielter Gewinn pro Aktie: 3,18 US-Dollar (deutlich über den Erwartungen von 2,68 US-Dollar)
– Umsatz: 1,10 Milliarden US-Dollar (über den Prognosen)
– Umsatzwachstum: +8,6% im Vergleich zum Vorjahresquartal

Diese robusten Ergebnisse unterstreichen die operative Stärke des Unternehmens und festigen das Vertrauen der Anleger in die Marktführerschaft.

Analysten feuern Salve nach Salve

Die positiven Quartalszahlen lösten eine regelrechte Lawine an Kurszielerhöhungen aus:

  • UBS erhöht auf 275 US-Dollar (Buy)
  • Goldman Sachs setzt 283 US-Dollar an (Buy)
  • Susquehanna hebt auf 222 US-Dollar an
  • Royal Bank of Canada erhöht auf 200 US-Dollar

Diese breite Unterstützung signalisiert einen Konsens: Die Fundamentaldaten sind solide, die strategische Positionierung stimmt – und der Aktie wird weiteres Potenzial zugetraut.

Big Money steigt ein

Doch nicht nur die Analysten sind überzeugt – auch die großen institutionellen Investoren zeigen Vertrauen. Recente Einreichungen belegen, dass Großanleger ihre Positionen ausbauen. So hat beispielsweise Ellsworth Advisors LLC eine neue Position mit 6.689 Aktien initiiert. Insgesamt halten institutionelle Investoren mittlerweile über 92% der Aktien – ein klares Signal der Überzeugung und eine solide Basis für den weiteren Kursverlauf.

Die Frage ist nur: Kann First Solar die hohen Erwartungen auch langfristig erfüllen?