Das Explorationsunternehmen First Tin hat die formelle Veröffentlichung der aktualisierten Machbarkeitsstudie (DFS) für sein Zinnprojekt Taronga in Australien abgeschlossen.

Trotz einer signifikanten Aufwertung der wirtschaftlichen Kennzahlen im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2024 reagiert der Markt am heutigen Donnerstag mit deutlichen Kursabgaben. Im Zuge einer sektorweiten Konsolidierung verlor die Aktie heute 8,0 % an Wert und notiert aktuell bei einem Kurs von 0,1150 GBP.

Deutliche Steigerung des Projektwerts

Die nun vorliegende Studie für das Vorhaben im australischen Bundesstaat New South Wales sieht einen Tagebaubetrieb mit einem technologisch einfachen Verarbeitungsprozess vor. Laut Angaben von First Tin stieg der Barwert nach Steuern (NPV8) bei einem unterstellten Zinnpreis von 40.000 US-Dollar pro Tonne auf 246 Millionen Australische Dollar.

In der Untersuchung aus dem Jahr 2024 war dieser Wert noch mit 98 Millionen Australischen Dollar beziffert worden. Die interne Verzinsung nach Steuern (IRR) liegt nun bei 21 %.

Diese ökonomische Verbesserung basiert maßgeblich auf einer Vergrößerung der Erzbasis. Bereits am vergangenen Donnerstag meldete das Unternehmen eine Erhöhung der nachgewiesenen und wahrscheinlichen Erzreserven um 13 % auf 45 Millionen Tonnen bei einem Gehalt von 0,12 % Zinn. Damit verlängert sich die ursprünglich geplante Lebensdauer der Mine auf 13,5 Jahre.

Am Montag gab das Management zudem bekannt, dass die Ergebnisse der Studie die Robustheit des Projekts auch bei schwankenden Rohstoffpreisen unterstreichen.

Marktumfeld und operative Fortschritte

Die aktuelle Kursschwäche steht im Kontrast zu den operativen Fortschritten, wird jedoch von Entwicklungen am globalen Rohstoffmarkt flankiert. Medienberichten zufolge kam es zuletzt zu verstärkten Gewinnmitnahmen bei Zinn-Werten, nachdem die Preise für das Industriemetall seit Jahresbeginn deutlich zugelegt hatten.

Laut Sucden Financial gab der Zinnpreis an der London Metal Exchange (LME) jüngst auf 55.715 US-Dollar pro Tonne nach, während die LME-Lagerbestände mit 5.320 Tonnen ein Jahrestief markierten.

In diesem Umfeld verzeichneten auch Branchennachbarn wie Alphamin Resources Kursrückgänge. Parallel dazu meldeten andere Akteure im Zinnsektor operative Neuigkeiten: Während Cornish Metals eine weitere Tranche einer Kreditfazilität in Anspruch nahm, identifizierte Rome Resources neue Mineralisierungszonen in der Demokratischen Republik Kongo.

Für First Tin richtet sich der Blick nun auf das Genehmigungsverfahren. Die Umweltprüfung für Taronga befindet sich laut Unternehmensangaben in der finalen Phase der Einstufung als Projekt von staatlicher Bedeutung.

Das Management erklärte zudem, dass Gespräche über die Finanzierung und Abnahmeverträge bereits weit fortgeschritten seien. Trotz der aktuellen Verluste bleibt das Papier in einem größeren Zeitfenster volatil und notiert deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,1900 GBP, welches Ende Januar erreicht wurde.

Eine endgültige Investitionsentscheidung für Taronga wird für das späte Jahr 2026 erwartet. Ergänzend dazu könnten Funde von Seltenen Erden auf dem Projektgelände, über die Medienberichte Anfang August informierten, künftig für zusätzliche Wertbeiträge sorgen.