Fiserv erlebt turbulente Wochen. Binnen zwei Wochen senkte Analyst Hal Goetsch von B. Riley sein Kursziel gleich zweimal – zuletzt am 23. Februar von 72 auf 69 US-Dollar. Zeitgleich schnellte das Volumen bei Call-Optionen um 80 Prozent nach oben, während Aktivist Jana Partners eine kleine Position aufbaute. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 57,79 Dollar – ein Minus von rund 73 Prozent seit dem Jahreshoch.
Zweite Kursziel-Senkung in 14 Tagen
Am 11. Februar kappte Goetsch sein Ziel erstmals von 76 auf 72 Dollar und verwies auf gemischte Q4-Zahlen. Zwölf Tage später folgte der nächste Schnitt auf 69 Dollar – die Aktie verlor daraufhin knapp fünf Prozent an einem einzigen Handelstag. Der Analyst erwartet mehrere Quartale mit rückläufigem Gewinn je Aktie. Für den Zeitraum 2023 bis 2027 kalkuliert er ein durchschnittliches jährliches Wachstum von unter fünf Prozent. Schwäche konzentriert sich auf die Sparte Financial Solutions, während Merchant Solutions weiter zulegt.
B. Riley ist nicht allein mit seiner Skepsis. Stephens und UBS senkten ihre Kursziele Anfang Februar ebenfalls auf 70 Dollar. Laut MarketBeat lautet das Konsensrating „Hold“: Zehn Analysten empfehlen den Kauf, 24 raten zum Halten, zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 110,06 Dollar – weit über dem aktuellen Niveau.
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Optionshändler werden aktiv
Am 25. Februar wechselten 43.453 Call-Optionen den Besitzer – 80 Prozent mehr als üblich. Das normale Tagesvolumen liegt bei etwa 24.172 Kontrakten. Die erhöhte Aktivität deutet auf spekulatives Interesse hin, während mehrere Katalysatoren gleichzeitig auf das Unternehmen einwirken.
Aktivist steigt ein
Jana Partners meldete kürzlich eine Position von unter einem Prozent und drängt das Management zu operativen Veränderungen. Der Einstieg erfolgt nach einem Jahr, in dem die Aktie mehr als zwei Drittel ihres Wertes verlor.
Zahlen knapp über Erwartungen
Das vierte Quartal 2025 brachte einen Gewinn je Aktie von 1,99 Dollar – Analysten hatten 1,90 Dollar prognostiziert. Der Umsatz erreichte 4,90 Milliarden Dollar gegenüber erwarteten 4,78 Milliarden. Das Umsatzwachstum fiel mit 0,6 Prozent im Jahresvergleich jedoch bescheiden aus.
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Für 2026 stellt Fiserv einen Gewinn je Aktie zwischen 8,00 und 8,30 Dollar in Aussicht. Stephens-Analyst Charles Nabhan bezeichnete die Prognose als grob im Rahmen der Erwartungen, aber stärker auf das zweite Halbjahr konzentriert als gedacht.
Insider zeigen Vertrauen: CFO Paul M. Todd kaufte Anfang Dezember 17.000 Aktien zu rund 62,41 Dollar – ein Investment von etwa 1,06 Millionen Dollar. Adam L. Rosman erwarb 7.900 Papiere zu circa 63,19 Dollar.
Entscheidende Monate voraus
Der Fintech-Konzern mit einer Marktkapitalisierung von etwa 32 Milliarden Dollar steht unter Druck. Aktionärsaktivismus, wiederholte Analystenkorrekturen und verhaltener Ausblick drücken den Kurs auf Mehrjahrestiefs. Gleichzeitig signalisieren Insider-Käufe und der Anstieg bei Call-Optionen, dass Marktteilnehmer auf eine Erholung setzen. Entscheidend wird sein, ob das Management den Plan „One Fiserv“ umsetzen und die schwächelnde Financial-Solutions-Sparte stabilisieren kann.
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