Die Stimmung bei Fiserv kippt: Gleich zwei große Investmenthäuser schrauben ihre Erwartungen an den Fintech-Riesen nach unten. Während Goldman Sachs bereits zuletzt skeptisch blieb, legt nun Seaport Res Ptn mit einer konkreten Gewinnwarnung nach. Steht Fiserv vor einem schwierigen Quartalsende?

Gewinnprognose gekürzt

Der Auslöser für die aktuelle Verunsicherung ist eine handfeste Prognose-Korrektur. Die Analysten von Seaport Res Ptn haben ihre Gewinnschätzung für das Gesamtjahr 2025 gesenkt – von bisher 10,21 US-Dollar je Aktie auf nun 10,17 Dollar. Was nach einer kleinen Anpassung klingt, hat Signalwirkung: Die neue Prognose liegt erstmals unter dem Marktkonsens von 10,23 Dollar.

Diese Revision kommt nicht aus heiterem Himmel. Bereits zuvor hatte Goldman Sachs eine vorsichtige Haltung zu Fiserv eingenommen und damit die skeptische Stimmung im Fintech-Sektor verstärkt. Die doppelte Analysten-Warnung zeigt, dass die Erwartungen an den Zahlungsdienstleister spürbar gedämpft werden.

Institutionelle Investoren halten dagegen

Doch nicht alle Marktteilnehmer sehen Fiserv pessimistisch. Während die Analysten warnen, erhöhte Allspring Global Investments kürzlich seine Position in dem Unternehmen. Diese gegenläufige Bewegung deutet darauf hin, dass einige Großanleger den aktuellen Kursrückgang als Einstiegschance betrachten könnten.

Die Aktie selbst zeigt nach massiven Verlusten seit Jahresbeginn – fast 48 Prozent im Minus – erste Stabilisierungstendenzen. Heute legte sie leicht zu und entfernte sich damit knapp vom frisch erreichten 52-Wochen-Tief. Doch kann diese Erholung nach der jüngsten Analysten-Kritik Bestand haben?