Fitzroy Minerals setzt volles Risiko auf Kupfer. Das kanadische Junior-Unternehmen bündelt seine Aktivitäten in Chile und trennt sich von anderen Projekten – Gold, Silber, alles zweitrangig. Der Fokus liegt auf den Kupferlagerstätten Buen Retiro und Caballos.

Die Börse honoriert den Strategiewechsel. Die Aktie steigt am Montag um 8,4 Prozent auf 0,31 Euro und notiert damit 14 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI liegt bei 67 – noch kein überkauftes Signal, aber die Richtung stimmt.

Zwei Projekte, eine Strategie

In Buen Retiro läuft eine Machbarkeitsstudie. Fitzroy will die auslaugbare Kupfermineralisierung definieren. Parallel prüft das Management eine Partnerschaft mit Sociedad Punta del Cobre – eine gemeinsame Entwicklung der Heap-Leach-Anlage ist denkbar.

Am zweiten Kernprojekt Caballos wird gebohrt. Kupfer, Molybdän, Gold, Rhenium – das System ist komplex. Eine tiefe IP-Messung ist für das zweite Quartal geplant. Das Ziel: neue Bohziele identifizieren und priorisieren.

Gleichzeitig prüft Fitzroy den Verkauf von drei Nebenprojekten. Das Polimet-Vorkommen in Chile, das Taquetren-Goldprojekt in Argentinien und Cariboo Silver in Kanada stehen zur Disposition. Der Erlös soll in die Kupferprojekte fließen.

Finanziert bis 2027

Im Juli 2025 nahm Fitzroy 12,54 Millionen kanadische Dollar auf. Das Geld reicht für die Explorations- und Entwicklungsarbeiten bis ins nächste Jahr. Eine solide Basis für die anstehenden Bohrungen.

Die Frage ist, ob die Bohrungen in Caballos liefern, was die geophysikalischen Daten versprechen. Der Markt setzt darauf. Die Bewertung des Unternehmens hängt nun direkt an den Ergebnissen aus Chile.