Ein neuer Großanleger entdeckt den Energiespeicher-Spezialisten. Hel Ved Capital Management hat ein Aktienpaket im Wert von rund 1,7 Millionen Dollar erworben. Die Botschaft: Trotz schwankender Kurse bleibt das Geschäftsmodell für institutionelle Investoren attraktiv.
Das freitägliche Kursminus von 1,43 Prozent passt nicht recht zum positiven Signal. Bei 20,70 Euro schloss die Aktie – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 28,30 Euro aus dem Februar. Dennoch legte das Papier auf Jahressicht spektakuläre 395 Prozent zu.
Rückschlag von der QIA
Ein genauerer Blick auf die Aktionärsstruktur zeigt ein ambivalentes Bild. Erst im Mai hatte die Qatar Investment Authority 2,87 Millionen Aktien verkauft. Der Hedgefonds-Einstieg neutralisiert diesen Abfluss zumindest symbolisch.
Die Analystengemeinde bleibt vorsichtig. 21 Häuser bewerten die Aktie im Schnitt mit „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 19,47 Dollar – rund sieben Prozent unter dem aktuellen Niveau. Ausreißer gibt es: Roth MKM empfiehlt den Kauf und peilt 26 Dollar an.
Milliarden-Backlog gibt Rückhalt
Die operative Basis ist solide. Der Auftragsbestand hat mit 5,6 Milliarden Dollar einen Rekordwert erreicht. Das Management rechnet damit, in den kommenden zwölf Monaten 50 bis 55 Prozent davon in Umsatz umzuwandeln. Allein im laufenden Jahr kamen Aufträge über zwei Milliarden Dollar hinzu.
Die jüngsten Zahlen bestätigen den Trend. Der Umsatz stieg um 7,7 Prozent auf 465 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA blieb mit minus 9,4 Millionen Dollar leicht negativ. Rund 900 Millionen Dollar an Liquidität stehen für das Tagesgeschäft bereit.
Neutrales Signal vom Chart
Technisch zeigt sich ein differenziertes Bild. Der RSI von 55 signalisiert weder Überhitzung noch Untertreibung. Die Aktie notiert deutlich über ihren 50-Tage- und 200-Tage-Linien – je rund 15,50 Euro. Das deutet auf eine stabile Seitwärtsbewegung hin.
Die entscheidende Frage bleibt das Tempo der Projektumsetzung. Der Milliarden-Backlog muss sich in operative Profitabilität übersetzen. Gelingt das, dürfte das Interesse institutioneller Anleger weiterwachsen.
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