FMC Aktie: Ernüchternde Erkenntnisse!

FMC meldet starken Gewinnsprung, enttäuscht aber mit unsicherer Prognose für 2026. Die Einführung eines neuen Dialysegeräts in den USA belastet die Erwartungen, die Aktie verliert deutlich.

FMC Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn steigt 2025 um 82 Prozent
  • Prognose für 2026 zeigt ungewöhnlich breite Spanne
  • Neues US-Dialysegerät belastet Ergebnis
  • Sparprogramm übertrifft Ziele deutlich

Fresenius Medical Care überrascht mit einem Gewinnsprung von 82 Prozent im Jahr 2025 – doch die Börse zeigt die kalte Schulter. Die Aktie verliert vorbörslich rund 5 Prozent und steuert auf die 40-Euro-Marke zu. Was steckt hinter der negativen Reaktion?

Das bereinigte operative Ergebnis kletterte 2025 um 23 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro, der Nettogewinn schnellte auf 978 Millionen Euro nach oben. Auch die Dividende steigt leicht auf 1,49 Euro. Auf den ersten Blick also starke Zahlen, die sogar die Analystenschätzungen leicht übertrafen.

Gewinnausblick enttäuscht Investoren

Der Knackpunkt liegt in der Prognose für 2026: Konzernchefin Helen Giza stellte ein operatives Ergebnis in Aussicht, das sowohl im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen als auch schrumpfen könnte. Diese ungewöhnlich breite Spanne überrascht negativ. Analysten reagierten prompt: James Vane-Tempest von Jefferies sprach von „zunehmendem Gegenwind“, während David Adlington von JPMorgan betonte, dass keine Gewinnsteigerung zu erwarten sei. Beide Experten blieben bei ihren negativen Einstufungen.

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Hauptgrund für die Unsicherheit ist die Einführung eines neuen Dialysegeräts in den USA. Die Markteinführung wird das Ergebnis belasten – wie stark genau, scheint selbst das Management nicht präzise einschätzen zu können. Beim Umsatz erwartet FMC für 2026 ein Niveau von etwa 19,6 Milliarden Euro, also weitgehend stabil zu konstanten Wechselkursen.

Sparprogramm läuft – aber nicht ohne Kosten

Immerhin: Das Transformationsprogramm „FME25+“ liefert weiter. Mit 238 Millionen Euro zusätzlichen Einsparungen 2025 übertraf FMC das bereits angehobene Ziel von 220 Millionen Euro deutlich. Kumuliert summieren sich die Einsparungen seit Programmstart 2021 auf 804 Millionen Euro. Der Konzern will das Programm nun bis Ende 2027 auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro Einsparungen ausweiten – ursprünglich waren 1,05 Milliarden angepeilt.

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Doch die Transformation hat ihren Preis: Die einmaligen Kosten beliefen sich 2025 auf 194 Millionen Euro, seit 2021 summiert sich das auf 793 Millionen. Zudem kosteten Veräußerungen von Unternehmensteilen 244 Millionen Euro Umsatz. Seit 2023 trennte sich FMC von 391 Einrichtungen mit rund 12.600 Mitarbeitern und 53.600 Dialysepatienten.

Das technische Bild könnte sich eintrüben: Die Aktie würde im XETRA-Handel unter die wichtige 40-Euro-Marke rutschen und auf die 21- und 50-Tage-Linien zusteuern. Bereits im Februar hatte die Ende Januar begonnene Erholung gestockt. Anleger dürften nun vor allem auf konkretere Signale zur Geräteeinführung in den USA warten.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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