FMC Corporation hat heute die Umsatzerwartung für das dritte Quartal 2026 drastisch nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet für das Vierteljahr nur noch mit Erlösen zwischen 65 Millionen und 125 Millionen $.

Damit zeichnet sich eine deutliche Eintrübung der operativen Entwicklung ab. Die Zurückhaltung auf Kundenseite und ungünstige Marktbedingungen belasten die laufenden Geschäfte des Konzerns erheblich.

Hohe Sonderbelastung drückt das operative Ergebnis

Auf der Ergebnisseite schlägt sich die Entwicklung noch dramatischer nieder. Das bereinigte EBITDA wird für das dritte Quartal voraussichtlich negativ ausfallen: FMC stellt hier einen operativen Verlust zwischen minus 565 Millionen und minus 510 Millionen $ in Aussicht.

In dieser Prognose ist eine schwere Sonderbelastung enthalten. Kommerzielle Maßnahmen drücken das bereinigte EBITDA nach Unternehmensangaben mit schätzungsweise 625 Millionen bis 675 Millionen $.

Preissenkungen und Anpassungen im Vertriebsmodell

Als wesentliche Ursachen für diesen drastischen Schritt nannte FMC eine unerwartet schwache Nachfrage und hohe Lagerbestände bei den Vertriebspartnern. Um auf diese Bestandsüberhänge zu reagieren, senkte das Unternehmen die Preise für ausgewählte Produkte in Brasilien, Argentinien sowie in den USA und Kanada. Zudem passt der Konzern sein Vertriebs- und Preismodell im US-Geschäft an.

Die vollständigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal will das Unternehmen am 29. Oktober präsentieren. Einen Tag später, am 30. Oktober, folgt die Veröffentlichung vorläufiger Erwartungen für die Geschäftsjahre 2027 und 2028. Diese Ausblicke dürften für die Marktteilnehmer entscheidend sein, um die mittelfristige Ertragskraft neu zu bewerten.

Zurückhaltende Stimmen von Analysten

Bereits im Vorfeld der Unternehmensmeldung hatten Analysten ihre Erwartungen nach unten geschraubt. Medienberichten zufolge senkte Mizuho am Dienstag das Kursziel für FMC von 15 auf 12 $, bestätigte aber die Einstufung mit Outperform.