Ford Aktie: Verluste schrumpfen

Ford verzeichnet weiterhin Milliardenverluste in der Elektrosparte, erwartet aber einen höheren operativen Gewinn für 2026. Neue Zollbelastungen könnten die Erholung jedoch dämpfen.

Ford Aktie
Kurz & knapp:
  • Elektroauto-Sparte schreibt 4,8 Mrd. Dollar Verlust
  • Optimistischer operativer Gewinnausblick für 2026
  • Zollkosten von zwei Milliarden Dollar erwartet
  • Aktie reagiert verhalten auf gemischte Signale

Die jüngsten Quartalszahlen von Ford bringen Licht und Schatten: Während die Elektro-Sparte weiter rote Zahlen schreibt, zeigt der Autobauer für 2026 einen optimistischeren Ausblick. Doch neue Zolllasten werfen Schatten auf die Erholung.

E-Auto-Verluste bleiben massiv

Ford fuhr 2025 in seiner Elektroauto-Sparte Model e einen Verlust von 4,8 Milliarden Dollar ein. Das ist zwar eine leichte Verbesserung gegenüber den 5,1 Milliarden Dollar im Vorjahr, doch die Dimension bleibt erschreckend. Zur Sparte zählen Modelle wie der Mustang Mach-E und der in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingestellte F-150 Lightning. Die Botschaft aus Dearborn ist klar: Der E-Mobilität wird künftig weniger Priorität eingeräumt.

Im vierten Quartal verfehlte Ford mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,13 Dollar die Analystenschätzungen um 0,05 Dollar deutlich. Der Umsatz lag mit 45,9 Milliarden Dollar hingegen über den Erwartungen von 44,2 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 kam Ford auf Erlöse von 187,3 Milliarden Dollar.

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Besonders bitter: Unter dem Strich stand im vierten Quartal ein Nettoverlust von 11,1 Milliarden Dollar, für das Gesamtjahr sogar 8,2 Milliarden Dollar. Diese Zahlen spiegeln erhebliche Sondereffekte wider, unter anderem Kosten im Zusammenhang mit dem Aluminium-Zulieferer Novelis.

Zölle belasten 2026 mit zwei Milliarden

Für 2026 rechnet Ford mit einem bereinigten operativen Gewinn zwischen acht und zehn Milliarden Dollar. Der freie Cashflow soll zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar liegen. Morgan Stanley sieht den Ausblick leicht unter den eigenen Schätzungen, während Barclays-Analyst Dan Levy meint, die Prognose habe „die Messlatte weitgehend gerissen“.

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Die Crux: Ford erwartet 2026 Zollkosten von rund zwei Milliarden Dollar. Ein Großteil entfällt auf Aluminium für die margenstarken F-150 Pickup-Trucks. Präsident Donald Trump hatte bereits Zölle verhängt, doch eine angekündigte Erleichterung verzögerte sich. Das bescherte Ford allein im vierten Quartal einen Dämpfer von 900 Millionen Dollar.

CEO Jim Farley betonte, man habe 2025 „in einem dynamischen und oft volatilen Umfeld“ geliefert und Fortschritte bei Material- und Garantiekosten erzielt. CFO Sherry House verwies auf eine disziplinierte Kapitalallokation und eine robuste Produktpipeline, die Margenverbesserungen in den kommenden Jahren unterstützen sollen. Bis 2029 peilt Ford eine bereinigte operative Marge von acht Prozent an.

Aktie mit verhaltener Reaktion

Die Aktie zeigte sich im vorbörslichen Handel heute kaum bewegt und notierte knapp ein Prozent im Plus. Die Investoren scheinen die gemischten Signale zu verdauen: Einerseits schrumpfen die E-Auto-Verluste nur langsam, andererseits stimmt die Richtung beim operativen Geschäft. Die Zollbelastungen durch Trump bleiben ein unkalkulierbares Risiko, das die Erholung bremsen könnte. Mit Investitionen zwischen 9,5 und 10,5 Milliarden Dollar will Ford weiter in neue Produkte und Effizienzsteigerungen investieren – ein notwendiger Schritt, um im härter werdenden Wettbewerb zu bestehen.

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