Forgent Power Solutions erlebt einen massiven Kurssturz. Trotz voller Auftragsbücher markiert die Aktie ein neues Jahrestief. Eine großvolumige Aktienplatzierung belastet die Stimmung der Investoren schwer.

Aktienflut belastet den Kurs

Das Unternehmen kündigte die Ausgabe von 35 Millionen Aktien an. Davon stammen rund 11,7 Millionen Papiere aus einer Kapitalerhöhung. Den restlichen Teil verkaufen bestehende Anteilseigner, allen voran der Finanzinvestor Neos Partners.

Forgent selbst erhält nur aus den neuen Aktien frisches Kapital. Das Management will damit Anteile an einer Tochtergesellschaft von Alteigentümern zurückkaufen. Das Ziel: Die komplexe Unternehmensstruktur deutlich vereinfachen.

Der Markt reagiert dennoch allergisch auf die drohende Verwässerung. Die Aktie verlor am Dienstag 7,44 Prozent an Wert. Mit 44,80 Euro notiert das Papier nun 30 Prozent unter seinem Juni-Hoch.

Starkes Wachstum im Kerngeschäft

Operativ läuft es für den Spezialisten für Stromverteilung hingegen rund. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 958,4 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 515,6 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu wächst der Auftragsbestand kräftig weiter. Bis Ende Mai kletterte dieser Wert auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Besonders die hohe Nachfrage aus Rechenzentren und für die Netzinfrastruktur treibt das Geschäft an.

Die Volatilität bleibt mit fast 79 Prozent extrem hoch. Konkrete Details zur Profitabilität der neuen Struktur wird erst der nächste Quartalsbericht liefern. Dann zeigt sich auch die Wirkung der 600 Millionen US-Dollar schweren Umschuldung.