Ein bekannter Name der Uran-Branche übernimmt das Ruder bei Forsys Metals. John Borshoff, der früher Deep Yellow und Paladin Energy führte, wurde zum Interim President ernannt. Nach der Hauptversammlung im Juli 2026 soll er offiziell die Rollen als CEO und President übernehmen.

Derzeit klettert die Aktie deutlich. Sie notiert bei 0,28 Euro, ein Tagesplus von knapp neun Prozent. Verglichen mit vergangener Woche ergibt das sogar einen Sprung von 41 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich der Gewinn auf 52 Prozent.

Zwei Säulen für die Zukunft

Forsys-Chef Martin Rowley spricht offen von einer „einmaligen Chance“. Im Rahmen einer Investoren-Webinar präsentierte das Management die Strategie „New Forsys“. Sie ruht auf zwei Pfeilern.

Erstens: das Norasa-Uranprojekt in Namibia zur Produktionsreife bringen. Zweitens: gezielt nach Übernahme- oder Fusionskandidaten Ausschau halten. Ziel ist ein breites Portfolio an Uranprojekten. Der globale Markt zeige steigenden Energiebedarf bei möglichen Versorgungsengpässen, so die Begründung.

Das Herzstück bleibt Norasa mit den Lagerstätten Valencia und Namibplaas. Laut Forsys zählt das Projekt zu den wenigen unerschlossenen Uranvorkommen weltweit, die kurz vor der Bauphase stehen.

Stand der Lizenzen:
Valencia: Vollständig lizenziert. Die 25-jährige Abbaulizenz (ML 149) läuft bis 2033.
Namibplaas: Nach Ablauf der vorherigen Erkundungslizenz Anfang 2026 läuft ein Verlängerungsantrag bis 2028. Parallel beantragt Forsys die Umwandlung in eine vollwertige 25-Jahre-Abbaulizenz.
Wirtschaftlichkeit: Das Unternehmen prüft derzeit Aufbereitungsverfahren – etwa Erzsortierung und mögliche Haufenlaugung – um die Kosten zu drücken.

Technik signalisiert Vorsicht

Der jüngste Kursanstieg trieb den 14-Tage-RSI auf 72,1 Punkte. Ein Wert über 70 gilt als überkauft. Eine kurze Konsolidierung ist nicht unwahrscheinlich.

Die Aktie bleibt zudem 41 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,48 Euro. Unter dem Strich: Die strategische Neuausrichtung mit Borshoff sorgt für Euphorie. Der Markt wird nun genau verfolgen, ob die operative Umsetzung gelingt, bevor der nächste Sprung nach oben gelingt.