Die FORTEC Elektronik Aktie zeigt sich zuletzt deutlich erholt – seit Jahresbeginn konnte der Titel um knapp 29% zulegen. Treiber der jüngsten Kursrallye: ein Großauftrag aus dem Verteidigungssektor, der die strategische Neuausrichtung des Unternehmens unterstreicht.
Am 22. Januar 2026 meldete FORTEC einen Auftrag im Gesamtvolumen von 3,8 Mio. USD für die Tochtergesellschaft FORTEC Power. Der Deal umfasst die Lieferung spezialisierter Stromversorgungslösungen für verteidigungsnahe Anwendungen über einen mehrjährigen Zeitraum. Details zu Projektinhalt, Endkunde oder Einsatzgebiet bleiben aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zunächst unter Verschluss.
Größter Defense-Auftrag in der Firmengeschichte
Der aktuelle Auftrag dürfte der bislang größte Einzelauftrag aus dem Verteidigungsumfeld für FORTEC sein. Bereits im April 2025 hatte das Unternehmen einen kleineren Initialauftrag für ein Drohnenabwehrsystem gemeldet – ein erster Schritt in den lukrativen Defense-Markt. Mit dem neuen Deal festigt FORTEC seine Position im sicherheits- und verteidigungsrelevanten Umfeld und unterstreicht die technologische Kompetenz in anspruchsvollen Applikationen.
Der Vorstand geht davon aus, dass der Auftrag erst ab dem Geschäftsjahr 2026/2027 sowie in den Folgejahren positiv zum Umsatz und Ergebnis beitragen wird. Das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 bleibt damit ein Übergangsjahr.
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Operativ noch schwach – ab 2026 Besserung?
Die operativen Zahlen des ersten Quartals 2025/2026 fielen verhalten aus: FORTEC erzielte einen Umsatz von 19,4 Mio. EUR bei einem EBIT von mageren 0,2 Mio. EUR. Der Auftragsbestand erreichte per 30. September 2025 mit 44,3 Mio. EUR einen Tiefpunkt – ein Rückgang von 22,6% im Jahresvergleich und 11,3% gegenüber dem Vorquartal.
Für das Gesamtjahr 2025/2026 (endet am 30. Juni) hält das Unternehmen an seiner Prognose fest: Umsatz zwischen 80 und 85 Mio. EUR, EBIT zwischen 0,9 und 2,1 Mio. EUR. Die Zahlen liegen deutlich unter den Vorjahren, spiegeln jedoch die aktuelle Marktschwäche wider.
Führungswechsel und Dividendenkürzung
Zusätzlich zu den operativen Herausforderungen steht FORTEC vor einem personellen Umbruch. Vorstand Ulrich Ermel wird zum Ende des Geschäftsjahres ausscheiden. Der Aufsichtsrat arbeitet derzeit an einer kompletten Neuaufstellung der Unternehmensführung. Nähere Aussagen zur strategischen Stoßrichtung werden auf der Hauptversammlung am 11. Februar 2026 erwartet.
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Trotz der Kursrallye plant FORTEC eine deutliche Dividendenkürzung: Statt 0,85 EUR wie im Vorjahr sollen nur 0,40 EUR je Aktie ausgeschüttet werden – immerhin noch eine Dividendenrendite von rund 3% auf aktuellem Kursniveau.
Bewertung bleibt attraktiv
Analysten sehen FORTEC mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 fundamental weiterhin als attraktiv bewertet. Die Montega AG bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 17,00 EUR. Die Analysten erwarten ab dem Geschäftsjahr 2026/2027 eine deutlich verbesserte Wachstums- und Ergebnisdynamik – getrieben durch die neuen Defense-Aufträge und eine mögliche Markterholung.
Der Defense-Deal zahlt nicht nur auf das Sentiment ein, sondern liefert auch ein konkretes Signal für die zukünftige Positionierung von FORTEC. Bleibt die Frage: Kann das Unternehmen die schwache Übergangsphase schnell hinter sich lassen und ab 2026 wieder durchstarten?
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