Der weltgrößte börsennotierte Kupferproduzent hat am Donnerstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen deutlich besser aus als erwartet. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,47 US-Dollar übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen von 0,28 Dollar um satte 68 Prozent. Auch beim Umsatz lag man mit 5,63 Milliarden Dollar klar über den prognostizierten 5,28 Milliarden. Trotzdem: Die Aktie reagierte verhalten und notierte vorbörslich nur leicht im Plus bei 60,75 Dollar.
Grasberg-Desaster unter Kontrolle?
Der Schatten des Vorquartals liegt noch über dem Konzern. Im September 2025 ereignete sich in der indonesischen Grasberg-Mine ein schwerer Schlammlawinen-Zwischenfall, der die Produktion massiv beeinträchtigte. Die Kupferförderung sank im Gesamtjahr 2025 dadurch um etwa zehn Prozent gegenüber den ursprünglichen Plänen. Doch jetzt meldet das Management Vollzug: Die Aufräumarbeiten verlaufen planmäßig, die Schutzbarrieren sind zu 97 Prozent fertiggestellt.
Die entscheidende Nachricht für Investoren: Der Neustart der Grasberg-Block-Cave-Mine ist für das zweite Quartal 2026 fest eingeplant. Konkret peilt CEO Kathleen Quirk die erste Hälfte des Quartals an. Bis zum Jahresende sollen dann bereits 85 Prozent der ursprünglichen Produktionskapazität in Indonesien wiederhergestellt sein. Die beiden Produktionsblöcke zwei und drei werden dabei den Löwenanteil ausmachen.
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USA als Wachstumsmotor
Während in Asien noch aufgeräumt wird, läuft das Amerika-Geschäft auf Hochtouren. Die US-Produktion legte im vierten Quartal um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zu – bemerkenswert nach zwei Jahren rückläufiger Fördermengen. Für 2026 plant Freeport-McMoRan eine weitere Steigerung um acht Prozent, getrieben durch innovative Laugungsprojekte.
Das Unternehmen produzierte im Schlussquartal 60 Millionen Pfund Kupfer durch Laugungsverfahren, verglichen mit 50 Millionen ein Jahr zuvor. Bis 2028 will man diese Menge auf 800 Millionen Pfund jährlich hochschrauben – ein ehrgeiziges Ziel, das durch den Einsatz selbst entwickelter Additive und beheizter Lösungen erreicht werden soll. Die Tests laufen 2026 in mehreren Minen an.
Cashflow-Maschine trotz Rückschlägen
Trotz des Grasberg-Vorfalls erwirtschaftete der Konzern 2025 ein bereinigtes EBITDA von nahezu zehn Milliarden Dollar – auf Höhe des Vorjahres. Die Netto-Cash-Kosten pro Pfund Kupfer lagen mit 1,65 Dollar nur drei Prozent über der ursprünglichen Jahresprognose. Das zeigt: Die geografische Diversifizierung zahlt sich aus.
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Für 2026 prognostiziert das Management ein EBITDA zwischen elf und 19 Milliarden Dollar, abhängig vom Kupferpreis. Bei einem unterstellten Preis von fünf Dollar je Pfund soll der operative Cashflow etwa acht Milliarden erreichen. Die Investitionen bleiben mit 4,3 Milliarden Dollar moderat – darunter 150 Millionen für die geplante Verdopplung der Bagdad-Mine.
Kupfer-Champion mit US-Vorteil
Freeport-McMoRan liefert 70 Prozent des in den USA produzierten raffinierten Kupfers. Angesichts der geplanten 50-prozentigen Importzölle auf Kupfer verschafft das dem Konzern einen Heimvorteil gegenüber ausländischen Wettbewerbern. Die langfristige Nachfrage bleibt robust: Analysten von S&P Global erwarten bis 2040 eine Verdopplung des globalen Kupferbedarfs, getrieben durch Elektrifizierung, Rechenzentren und E-Mobilität.
Die BofA Securities bekräftigte nach den Zahlen ihr Kaufvotum mit Kursziel 68 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut zwölf Prozent zum aktuellen Niveau. Ob die Aktie dieses Potenzial ausschöpfen kann, hängt maßgeblich vom erfolgreichen Grasberg-Neustart ab – und davon, ob der Kupferpreis auf dem derzeitigen Niveau von über fünf Dollar verharrt.
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