Der Dialysekonzern hat seinen Ergebnisausblick für 2026 präzisiert und steuert nun die untere Hälfte der Spanne an. Das Quartal fiel allerdings besser aus als befürchtet. Die Zahlen sind der erste größere Auftritt des neuen Konzernchefs Shervin Korangy.
Ausblick nach unten eingegrenzt
Beim Umsatz plant Fresenius Medical Care weiter mit einem Wert ungefähr auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis soll 2026 zwischen stabil und einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Bislang reichte die Spanne von einem Plus bis zu einem Minus im mittleren einstelligen Bereich.
Der Konzern begründet den Schritt mit der Entwicklung in den ersten neun Monaten und erwarteten Belastungen im vierten Quartal. Korangy kündigte eine Ergebnisentwicklung in der unteren Hälfte des Korridors an. Er hatte Anfang Oktober überraschend den Chefposten von Helen Giza übernommen, zuvor saß er im Aufsichtsrat.
Drittes Quartal: Belastung durch China
Der Umsatz stieg nominal um 1 Prozent auf 4,94 Milliarden Euro, getragen von Währungseffekten. Währungsbereinigt ging er um 1 Prozent zurück, organisch blieb ein winziges Plus von 0,1 Prozent. Im wichtigen US-Geschäft sanken die Behandlungsmengen organisch um 1,1 Prozent.
Das operative Ergebnis rutschte um 19 Prozent auf 384 Millionen Euro, die Marge fiel auf 7,8 von 9,8 Prozent. Gestiegene Personalkosten, die Neuausrichtung des China-Geschäfts und ungünstige regulatorische Effekte drückten auf die Zahlen. Unter dem Strich brach der Gewinn um mehr als 40 Prozent auf 160 Millionen Euro ein, vor allem wegen der China-Kosten.
Die Erwartungen der Analysten lagen jedoch noch tiefer. Sie hatten ein operatives Ergebnis von 372 Millionen Euro und eine Marge von 7,6 Prozent veranschlagt.
Bereinigt über dem Konsens
Ohne Sondereffekte erreichte das operative Ergebnis 545 Millionen Euro, 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Konsens hatte 518 Millionen Euro erwartet. Die bereinigte Marge sank auf 11,0 von 11,7 Prozent, die Prognose lag bei 10,6 Prozent.
Geholfen haben dem Konzern nach eigenen Angaben das laufende Sparprogramm und höhere Vergütungen. Die Zahlen übertreffen damit die Schätzungen, die engere Prognose dämpft dennoch den Blick auf das Gesamtjahr: Das untere Ende der Spanne bedeutet für 2026 im Zweifel ein bereinigtes operatives Ergebnis, das mehrere Prozent unter dem Vorjahr liegt.
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