Fresenius Medical Care hat heute mit seinen Jahreszahlen für 2025 für einen Kurseinbruch gesorgt. Der Dialysespezialist legte zwar solide Ergebnisse vor, doch der Ausblick für 2026 schreckte Anleger ab: Die Aktie stürzte zeitweise um zehn Prozent ab. Konzernchefin Helen Giza warnte vor einem „Übergangsjahr“ und schloss einen Ergebnisrückgang nicht aus. Was steckt dahinter?
Starke Zahlen, schwacher Ausblick
Das operative Ergebnis schnellte 2025 um 27 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro nach oben – währungsbereinigt. Unter dem Strich verdoppelte sich der Gewinn fast auf 978 Millionen Euro. Die Aktionäre bekommen mit 1,49 Euro je Aktie vier Cent mehr Dividende als im Vorjahr.
Doch für 2026 malt Giza ein ernüchterndes Bild: Das operative Ergebnis könnte zwischen einem Plus und einem Minus im mittleren einstelligen Prozentbereich landen. Jefferies-Analyst James Vane-Tempest zeigte sich enttäuscht. Der weitgehend stagnierende Umsatz und der schwache Ergebnisausblick stünden im Widerspruch zu den forcierten Sparbemühungen.
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Neue Dialysetechnologie kostet zunächst
Der Grund für die Vorsicht: FMC führt in den USA ein neues Dialysegerät für die hochvolumige Hämodiafiltrationstherapie ein. Diese Methode gilt als schneller und effektiver – und soll die Sterblichkeit senken. Doch zunächst fallen Kosten für die Einführung und Personalschulungen an. Rund 36.000 Patienten in 28 US-Bundesstaaten sollen auf das System umgestellt werden. „Das ist der größte Produktanlauf in unserer Unternehmensgeschichte“, betonte Giza.
Hinzu kommen Belastungen durch Inflation, steigende Löhne und regulatorische Anforderungen. Positive Effekte aus US-Vergütungsregeln, die 2025 noch halfen, ebben langsam ab.
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Sparprogramm läuft weiter
Giza hält derweil am Sparkurs fest. Bis Ende 2027 will sie nun 1,2 Milliarden Euro einsparen – 150 Millionen mehr als bisher geplant. Davon sind bereits über 800 Millionen realisiert. Das Programm umfasst Standortschließungen, Stellenabbau und Optimierungen in Produktion und Lieferketten.
Doch ein Problem bleibt: Das Behandlungswachstum in den USA stagniert weiter. Die Patientensterblichkeit liegt hoch, die Grippesaison setzte zusätzlich zu. Giza hofft, mit dem neuen Dialysegerät die Wende zu schaffen und das Vor-Corona-Niveau von zwei Prozent Wachstum wieder zu erreichen. Bis 2030 peilt der Vorstand eine operative Marge im mittleren Zehnprozentbereich an – nach 11,3 Prozent in 2025.
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