Analysten sind sich selten einig. Bei Fuelcell Energy aber klaffen die Meinungen so weit auseinander wie selten. Während die Aktie in den vergangenen Monaten rasant gestiegen ist, warnen einige Experten vor einer Überbewertung. Der aktuelle Kurs liegt bei 20,26 Euro – ein Plus von 0,5 Prozent zum Freitagsschluss.

Der Datencenter-Deal als Gamechanger?

Fast 90 Prozent des aktuellen Vertriebspipelines des Unternehmens entfallen auf den Datencenter-Sektor. Das ist eine massive Konzentration. Sie bringt sowohl Chancen als auch Risiken. Der Bedarf an Energie steigt rasant, angetrieben durch Künstliche Intelligenz und Cloud-Computing. Regulierungsbehörden wie die FERC drücken zudem aufs Tempo, um Netzanschlüsse für Datencenter zu beschleunigen. Das könnte Fuelcell Energy direkt helfen.

Doch die Kehrseite: Die Aktie ist extrem volatil. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 177 Prozent. Diese Schwankungen machen Anlegern zu schaffen.

Spannbreite bei den Analysten

Die Finanzhäuser zeigen ein gemischtes Bild. Wells Fargo, Jefferies, TD Cowen, B. Riley und Canaccord Genuity haben ihre Einschätzungen aktualisiert. Manche sehen Luft nach oben. Andere warnen: Der aktuelle Kurs liege deutlich über dem fairen Wert. Das Unternehmen selbst äußert sich zu diesen Bewertungen nicht. Und während der Kurs auf Jahressicht um fast 300 Prozent gestiegen ist, liegt er immer noch 14,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 23,73 Euro.

Der RSI von 60 deutet auf eine moderate Dynamik hin. Der Markt scheint zu warten. Auf klare Signale. Konkrete Abschlüsse. Oder einen Dämpfer. Die Entwicklung im Datencenter-Segment wird entscheiden. Und die Analysten bleiben gespannt.