Fuelcell Energy erlebt einen rasanten Abstieg. Nach den Rekordständen der letzten Wochen hat sich die Stimmung massiv eingetrübt. Innerhalb von sieben Tagen verlor das Papier fast 35 Prozent an Wert.

Am Montag sackte der Kurs um weitere 7,70 Prozent auf 16,97 Euro ab. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 34,18 Euro Anfang Juli hat sich der Börsenwert damit halbiert. Die Euphorie des Frühjahrs ist erst einmal verflogen.

Technische Warnsignale verdichten sich

Das Papier notiert mittlerweile unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 18,63 Euro. Trotz des Einbruchs steht für das laufende Jahr noch ein Plus von 143 Prozent in den Büchern. Über zwölf Monate beträgt der Zuwachs sogar rund 277 Prozent.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht bei 43,4 Punkten. Er liegt damit nach der überkauften Phase im Juni wieder im neutralen Bereich. Parallel dazu sank das Handelsvolumen zuletzt um 31 Prozent unter den täglichen Durchschnitt.

Verwässerung und Insiderverkäufe

Eine milliardenschwere Projektpipeline und Kooperationen im Bereich KI-Rechenzentren stützten lange Zeit den Kurs. Eine Kapitalerhöhung über 225 Millionen Dollar sorgte jedoch für Ernüchterung. Die daraus resultierende Verwässerung der Anteile belastet die Notierung erheblich.

Hinzu kommen Signale aus der Führungsetage. Ein Top-Manager verkaufte letzte Woche 2.500 Aktien. Mit einem Verkaufspreis von rund 28,70 US-Dollar sicherte er sich Gewinne weit über dem aktuellen Kursniveau.

Das Unternehmen kämpft zudem mit schwachen Fundamentaldaten. Zuletzt enttäuschten sowohl der Umsatz als auch das Quartalsergebnis. Marktbeobachter gewichten diese operativen Defizite nun stärker als die langfristigen Wachstumshoffnungen im Wasserstoffsektor.

Der Fokus verschiebt sich jetzt auf technische Marken. Hält der Kurs nicht über der 100-Tage-Linie bei 12,77 Euro, droht ein Test tieferer Unterstützungszonen aus dem Frühjahr.