Fuelcell Energy Aktie: 42,6-Millionen-Abschreibung auf Groton

Fuelcell Energy verzeichnet einen massiven Nettoverlust aufgrund einer Sonderabschreibung, während der Ausblick auf das Rechenzentrumsgeschäft die langfristigen Chancen betont.

Fuelcell Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettoverlust verdoppelt sich auf 77,6 Millionen Dollar
  • Sonderabschreibung von 42,6 Millionen Dollar belastet
  • Rechenzentrum-Pipeline wächst um 267 Prozent
  • Kapazitätsausbau in Torrington geplant

Fuelcell Energy schockiert die Märkte mit einem tiefroten Quartalsergebnis. Eine massive Wertberichtigung beim Groton-Projekt reißt eine Lücke in die Bilanz. Die Aktie quittiert die Zahlen am Montag mit einem Minus von 7,77 Prozent.

Der Umsatz sank im zweiten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 35,6 Millionen US-Dollar. Parallel dazu verdoppelte sich der Nettoverlust auf 77,6 Millionen US-Dollar. Hauptgrund ist eine Sonderabschreibung von 42,6 Millionen US-Dollar für das Groton-Projekt.

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich hingegen leicht auf minus 17,1 Millionen US-Dollar. Sparmaßnahmen und eine höhere operative Effizienz dämpften den operativen Verlust etwas ab. Das Management baut parallel dazu das Projekt in Connecticut um.

Es will dort künftig drei leistungsstarke Kraftwerksblöcke nutzen. Das soll die Zuverlässigkeit für den Kunden erhöhen. Kurzfristig belastet dieser Schritt jedoch das Ergebnis massiv.

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Boom bei Rechenzentren

Der Auftragsbestand sank zwar leicht auf 1,14 Milliarden US-Dollar. Indes richtet das Unternehmen den Blick auf den boomenden Markt für Rechenzentren. Die Vertriebspipeline schwoll im Quartalsvergleich um 267 Prozent auf vier Gigawatt an.

Fast 90 Prozent dieser potenziellen Aufträge entfallen auf Betreiber von Datenzentren. Um diese Nachfrage zu bedienen, plant Fuelcell Energy den Ausbau seiner Fabrik in Torrington. Die Kapazität soll auf jährlich 500 Megawatt steigen.

Kapital für die Zukunft

Das Vorhaben kostet in den nächsten zwei Jahren bis zu 275 Millionen US-Dollar. Parallel dazu vermeldete das Unternehmen Fortschritte bei der CO2-Abscheidung. Erste Module aus der Kooperation mit ExxonMobil sind bereits auf dem Weg in die Niederlande.

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Die Bilanz bietet für die Expansion eine solide Basis. Das Unternehmen verfügt über Barmittel von rund 441 Millionen US-Dollar. Ein Teil davon stammt aus einem Aktienverkaufsprogramm, das im abgelaufenen Quartal frisches Kapital einbrachte.

Trotz des aktuellen Rücksetzers auf 13,76 Euro bleibt die langfristige Bilanz positiv. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Papier noch immer 109 Prozent im Plus. Vom Rekordhoch bei 23,73 Euro ist der Kurs derzeit allerdings weit entfernt.

Die kommenden 24 Monate stehen im Zeichen der Expansion. Das Management muss beweisen, dass die hohen Investitionen in Torrington die versprochenen Aufträge aus der Datenzentrum-Sparte sichern.

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