Der Brennstoffzellen-Hersteller Fuelcell Energy ebbt am Donnerstag mit einer Partnerschaft die Verluste der vergangenen Tage ab. Die Aktie steigt um knapp acht Prozent auf 21,24 Euro.

Am Vortag noch sah es düster aus. Das Unternehmen hatte eine Kapitalerhöhung über 10,71 Millionen Aktien zum Preis von 21,00 Dollar je Anteil platziert. 225 Millionen Dollar Bruttoerlös bedeuten satte Verwässerung für Altaktionäre. Der Kurs brach ein. Die Stimmung kippte.

Doch schon einen Tag später lenkt eine strategische Nachricht die Aufmerksamkeit um. Siemens und Fuelcell Energy haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Der Industriekonzern liefert künftig die elektrische Ausrüstung für Großanlagen des Brennstoffzellen-Pioniers. Die Partnerschaft zielt auf kommerzielle Projekte mit mehr als 100 Megawatt Leistung.

Das Timing ist klug. Die frische Liquidität aus der Kapitalerhöhung reicht nun nicht nur zum Überleben. Sie finanziert die Umsetzung der Großprojekte mit Siemens. Für Anleger ein Signal, dass das Management nicht verbrennt, sondern vorbaut.

Im Fokus steht der Datenmarkt. Der Energiehunger von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach dezentralen Stromlösungen. Fuelcell Energy hat erst kürzlich eine Vereinbarung über 380 Megawatt sauberer Kraft für Rechenzentren abgeschlossen. Die Siemens-Allianz macht solche Dimensionen lieferbar.

Parallel läuft ein Auslandsprojekt in Südkorea. Die US-Exportbank EXIM hat im Juni eine Finanzierung von 49 Millionen Dollar zugesagt. Die erste Tranche ist schon geflossen, eine zweite folgt im Oktober. Frisches Geld, das keine weiteren Aktien verwässert.

Trotz der jüngsten Erholung hat der Kurs auf Sieben-Tages-Sicht rund 14 Prozent verloren. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 205 Prozent. Die Aktie handelt 118 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie. Die Volatilität ist mit 189 Prozent annualisiert extrem.

Der RSI liegt bei 50,7 Punkten – weder überkauft noch überverkauft. Fuelcell Energy bleibt ein High-Risk-Papier in einem wachsenden Markt.