Games Workshop hat ein neues Rekordjahr hinter sich. Der Erfolg seiner Fantasy-Miniaturen treibt den Aktienkurs am Montag um über zehn Prozent nach oben. Trotz schwächerer Lizenzeinnahmen überzeugt der Spezialist für Tabletop-Spiele mit einem starken Kerngeschäft.
Der Umsatz mit den Plastikfiguren und Farben stieg auf mindestens 625 Millionen Pfund. Das entspricht einem Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Marke Warhammer 40.000 bleibt dabei das wichtigste Fundament für dieses Wachstum.
Die Lizenzeinnahmen sanken derweil von 52,5 Millionen auf rund 30 Millionen Pfund. Im Vorjahr hatte der massive Erfolg des Videospiels „Space Marine 2“ die Messlatte extrem hochgelegt. Dieser Basiseffekt normalisiert sich nun wieder.
Trotzdem legte der Vorsteuergewinn leicht auf mindestens 265 Millionen Pfund zu. Das Unternehmen gibt diesen Erfolg direkt an seine Teilhaber weiter. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr klettert auf 4,85 Pfund je Aktie.
Amazon-Pakt und volle Pipeline
Die Zukunft der Lizenzsparte bietet neues Potenzial für Wachstum. Games Workshop arbeitet weiter an einer TV- und Film-Kooperation mit dem US-Riesen Amazon. Parallel dazu wartet die Spielergemeinde auf den Release des Titels „Dawn of War IV“.
An der Börse notiert das Papier nach dem Kurssprung bei 259,80 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von Ende Juni wieder in greifbare Nähe. Die Aktie liegt aktuell rund 60 Prozent über ihrem Jahrestief vom vergangenen Oktober.
Das Management setzt weiter auf sein weltweit dichtes Filialnetz mit 575 eigenen Läden. Die Nachfrage nach den Kernmarken bleibt robust und stützt die hohen operativen Margen. Für das neue Geschäftsjahr steht bereits eine erste Anzahlung auf die Dividende in Höhe von 90 Pence fest.
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