GameStop Aktie: 100 Milliarden oder nichts!

Der GameStop-CEO erhält ein erfolgsabhängiges Vergütungspaket, das nur bei einer Verzehnfachung des Börsenwerts auf 100 Milliarden Dollar greift. Gleichzeitig verkaufen andere Führungskräfte Aktien.

GameStop Aktie
Kurz & knapp:
  • Vergütung an extreme Börsenwertziele geknüpft
  • CFO und General Counsel verkaufen zeitgleich Aktien
  • Modell erinnert an Elon Musks Tesla-Deal
  • Unternehmen muss EBITDA von zehn Milliarden erreichen

Ryan Cohen geht aufs Ganze. Der Chef von GameStop erhält ein Vergütungspaket, das an der Wall Street seinesgleichen sucht – und das erinnert stark an Elon Musks legendären Tesla-Deal. Doch während bei Tesla die Rechnung aufging, steht GameStop vor einer Herkulesaufgabe.

Die Zahlen klingen surreal: Cohen bekommt Optionen auf über 171,5 Millionen Aktien zum Ausübungspreis von 20,66 Dollar. Klingt großzügig? Ist es nicht. Denn diese Optionen sind nur dann etwas wert, wenn der Börsenwert des Videospielhändlers auf 100 Milliarden Dollar klettert – mehr als das Zehnfache des aktuellen Werts von 9,26 Milliarden Dollar. Zusätzlich muss GameStop ein EBITDA von zehn Milliarden Dollar erreichen.

Zum Vergleich: Die Aktie notiert derzeit bei knapp über 20 Dollar und dümpelt nahe am 52-Wochen-Tief von 19,93 Dollar. Das Gesamtpaket könnte theoretisch 3,54 Milliarden Dollar wert sein – wenn Cohen das Unmögliche möglich macht.

Kein Gehalt, kein Bonus, kein Sicherheitsnetz

Cohen verzichtet komplett auf ein festes Gehalt, Boni oder garantierte Aktienoptionen. Seine Vergütung ist zu 100 Prozent erfolgsabhängig. Das Unternehmen nennt es „at-risk“ – und das ist noch untertrieben. Entweder wird Cohen zu einem der bestverdienenden CEOs der Welt oder er geht leer aus.

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Das Modell kopiert Musks Tesla-Plan aus dem Jahr 2018. Damals galt ein solches Vergütungsmodell als revolutionär – und funktionierte spektakulär. Tesla erreichte die gesteckten Ziele, Musk wurde zum reichsten Mann der Welt. Doch GameStop ist nicht Tesla.

Insider verkaufen zeitgleich

Während Cohen seine Zukunft an extreme Ziele bindet, zeigen andere Führungskräfte weniger Vertrauen. Am 2. Januar 2026 verkaufte CFO Daniel William Moore 5.477 Aktien für rund 112.000 Dollar. Gleichzeitig trennte sich General Counsel Mark Haymond Robinson von 5.475 Aktien zum gleichen Kurs – ebenfalls ein Gegenwert von etwa 112.000 Dollar.

Offiziell dienten beide Verkäufe der Deckung von Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit der Freigabe von Restricted Stock Units. Dennoch: Das Timing wirft Fragen auf. Warum verkaufen Top-Manager ausgerechnet jetzt, während der CEO alles auf eine radikale Wende setzt?

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Die Rechnung für Anleger

GameStop verfügt über mehr Cash als Schulden und war in den vergangenen zwölf Monaten profitabel – das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 25,01. Doch von einer Bewertung von 100 Milliarden Dollar trennen das Unternehmen Welten. Zum Vergleich: Selbst etablierte Tech-Giganten kämpfen um solche Marktkapitalisierungen.

Für Aktionäre bedeutet Cohens Deal zweierlei: Entweder der CEO schafft das scheinbar Unmögliche und alle profitieren massiv – oder der Plan scheitert und Cohen geht mit leeren Händen nach Hause, während die Aktie weiter unter Druck bleibt. Ein Mittelweg existiert nicht.

Die nächsten Jahre werden zeigen, ob GameStop die zweite Tesla-Story schreibt oder ob Cohens Optionspaket als Symbol gescheiterter Größenwahn in die Börsengeschichte eingeht.

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