Der Hunger der Rechenzentren nach Strom treibt GE Vernova an. Trotz glänzender Zahlen legte die Aktie zum Wochenschluss eine Pause ein. Anleger wägen das enorme Wachstum gegen die aktuelle Bewertung ab.
GE Vernova übertraf im ersten Quartal die Erwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 17,44 US-Dollar. Analysten hatten lediglich mit 1,95 US-Dollar gerechnet.
Parallel dazu stiegen die Aufträge organisch um 71 Prozent. Das Volumen erreichte im Quartal 18,3 Milliarden US-Dollar.
Der Auftragsbestand wuchs auf 163 Milliarden US-Dollar an. Das Management korrigierte seine Ziele nach oben. Bis 2027 soll der Bestand nun 200 Milliarden US-Dollar erreichen. Das ist ein Jahr früher als ursprünglich geplant.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ge Vernova?
Boom bei Rechenzentren und Netzinfrastruktur
Besonders das Segment Elektrifizierung profitiert vom KI-Boom. Allein im ersten Quartal gingen Aufträge für Rechenzentren im Wert von 2,4 Milliarden US-Dollar ein. Dieser Wert übertrifft bereits das gesamte Vorjahr.
Die Preismacht des Konzerns nimmt zu. Neue Aufträge für Kraftwerkstechnik erzielen Preisaufschläge zwischen 10 und 20 Prozent. Indes stärkt die vollständige Übernahme von Prolec GE das Geschäft mit Transformatoren.
Windsparte bremst die Margen
Das Windgeschäft bleibt die Schwachstelle im Portfolio. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 23 Prozent. Ein Verlust von 382 Millionen US-Dollar belastet das Ergebnis.
Globale Zölle verursachen zusätzliche Kosten von bis zu 350 Millionen US-Dollar. Dennoch sichert sich das Unternehmen neue Aufträge in Europa. In Deutschland und Spanien liefert GE Vernova Technik für über 160 Megawatt Leistung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ge Vernova?
Analysten erwarten, dass die Windsparte die Margen in den kommenden Monaten weiter belastet. Der Konzern arbeitet hier noch verlustreiche Altbestände ab. Die Profitabilität in diesem Segment bleibt vorerst das Sorgenkind der Bilanz.
Die Aktie schloss die Woche bei 1.062,95 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von knapp zwei Prozent am Freitag. Das Papier notiert dennoch weit über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Großinvestoren wie Philippe Laffont setzen auf den Konzern. Sein Hedgefonds Coatue Management baute zuletzt eine milliardenschwere Beteiligung auf. Führende Investmenthäuser vergeben Kaufempfehlungen mit Kurszielen bis zu 1.400 US-Dollar.
Nach oben bildet das Rekordhoch bei 1.150 US-Dollar einen Widerstand. Eine solide Unterstützung sehen Marktbeobachter bei der Marke von 1.000 US-Dollar.
Für das Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz von bis zu 45,5 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow soll auf 7,5 Milliarden US-Dollar steigen. Investoren achten nun darauf, ob GE Vernova die Margen beim Ausbau der Gasturbinen-Produktion halten kann.
Ge Vernova-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ge Vernova-Analyse vom 2. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Ge Vernova-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ge Vernova-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ge Vernova: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

