Am Donnerstag geriet die Aktie von General Mills spürbar unter Druck und verzeichnete einen Kursrückgang von etwa vier Prozent. Der Auslöser für diesen Abwärtstrend lag nicht in unternehmenseigenen Nachrichten, sondern in einer sogenannten Mitleidenschaftsreaktion auf Entwicklungen beim Wettbewerber Campbell Soup. Dieser belastete den Sektor für verpackte Lebensmittel mit einer Dividendenkürzung sowie einer Rücknahme der Prognosen, was branchenweit Sorgen über die Nachfrage im US-Einzelhandel schürte.
Institutionelle Umschichtungen belasten das Papier
Zusätzlich zur allgemeinen Branchenschwäche wurden am Donnerstag Details zu signifikanten Veränderungen in der Aktionärsstruktur bekannt. Medienberichten zufolge haben große institutionelle Investoren ihre Positionen bei General Mills im zweiten Quartal massiv reduziert.
So hat Wellington Management rund 96,5 % seiner Anteile abgestoßen, was einem Verkauf von etwa 7,1 Millionen Aktien entspricht. Auch Capital World Investors trennte sich von 88,8 % seiner Beteiligung.
Im Gegensatz dazu baute Sixth Street Partners sein Engagement deutlich aus und erwarb 18 Millionen zusätzliche Anteile. Diese Umschichtungen spiegeln die aktuelle Unsicherheit im Markt wider. Das Papier beendete den Handel gestern bei einem Kurs von 33,02 €. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich daraus ein Minus von 23 %, was die anhaltenden Herausforderungen für den Konsumgüterhersteller verdeutlicht.
Bilanzielle Belastungen und Ausblick auf 2027
Hintergrund der verhaltenen Stimmung sind unter anderem die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2026. Unternehmensangaben zufolge sank der Nettoumsatz um 5,4 % auf 18,4 Milliarden US-Dollar.
Ein hoher Verlust von 0,16 US-Dollar je Aktie – verglichen mit einem Gewinn von 4,12 US-Dollar im Vorjahr – war primär auf nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 1,75 Milliarden US-Dollar zurückzuführen, die vor allem das nordamerikanische Heimtiersegment betrafen.
Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert General Mills eine organische Umsatzentwicklung zwischen einem Rückgang von 1,5 % und einem leichten Zuwachs von 0,5 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird in einer Spanne von 3,00 bis 3,20 US-Dollar erwartet. Um die Profitabilität zu stützen, verfolgt das Management ein striktes Kostensparprogramm.
Bis zum Jahr 2030 sollen kumuliert 3 Milliarden US-Dollar eingespart werden, wobei für das laufende Geschäftsjahr 2027 bereits ein Ziel von 750 Millionen US-Dollar gesetzt wurde. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich damit auf rund 18,07 Milliarden €.
Anleger blicken nun auf den 23. September. An diesem Tag wird General Mills die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen und im Rahmen einer Telefonkonferenz weitere Details zur aktuellen Geschäftsentwicklung bekannt geben.
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