General Mills steckt in einer schwierigen Phase. Der Lebensmittelkonzern kämpft mit sinkenden Umsätzen und massivem Gewinneinbruch. Die jüngste Führungsentscheidung zeigt, wie ernst die Lage ist.

Chefposten neu besetzt

Dana McNabb wird neuer Chief Operating Officer. Sie übernimmt die Verantwortung für das Nordamerika-Geschäft und das Heimtiersegment. Beide Bereiche bereiten dem Konzern seit Monaten Probleme.

Die Zahlen des letzten Quartals sprechen eine deutliche Sprache. Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach sogar um 52 Prozent ein. Inflation und schwächere Konsumlaune drücken aufs Geschäft. Analysten beobachten genau, ob die neue Führungsstruktur die Margen stabilisieren kann.

Kreative Lösungen gesucht

Trotz der Krise setzt General Mills auf Innovation. Neue Pillsbury-Produkte sollen vor allem jüngere Käufer ansprechen. Die „Grands! Poppin‘ Flavor Mike’s Hot Honey Biscuits“ zielen auf Gen Z und Millennials. Ob das reicht, um den Abwärtstrend zu stoppen, ist fraglich.

Die Aktie notiert am Mittwoch bei 29,61 Euro. Das sind 1,37 Prozent mehr als am Vortag – ein kleiner Lichtblick nach einer langen Talfahrt. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 24 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum beträgt das Minus sogar knapp 38 Prozent.

Ausblick bleibt angespannt

Morgan Stanley und JPMorgan bleiben vorsichtig. Beide Häuser sehen zusätzliche Kostensteigerungen als Risiko für das Geschäftsjahr 2027. Die Aktie notiert deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten. Der RSI von 34,1 signalisiert: Die Aktie ist technisch überverkauft.

Der nächste Quartalsbericht im Juli wird zeigen, ob die operative Wende gelingt. Bis dahin bleibt die Frage: Reichen neue Produkte und ein Führungswechsel, um das Ruder herumzureißen?