Rund 55 Prozent unter dem Allzeithoch, schwache Quartalszahlen und ein eingetrübter Ausblick — General Mills steckt in einer anhaltenden Schwächephase. Die Dividendenrendite von etwa 6,6 Prozent ist dabei Ausdruck des Kursrückgangs, nicht eines plötzlichen Großmuts des Managements.
Zahlen verfehlen Erwartungen
Die Q3-Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 fielen deutlich aus: Der Umsatz sank um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Gewinne blieben unter den Konsensschätzungen. Hintergrund ist unter anderem eine bewusste Preisstrategie — Management senkte die Preise breit, um die Nachfrage anzukurbeln, was allein 3 Prozentpunkte des Umsatzrückgangs erklärt. Die Rechnung ist noch nicht aufgegangen.
RBC Capital reagierte und senkte das Kursziel von 60 auf 55 US-Dollar. Das neue Ziel liegt zwar noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau, signalisiert aber eine zunehmend vorsichtige Haltung. Immerhin: Der Vermögensverwalter Diamond Hill stieg im vierten Quartal 2025 neu ein — ein Gegengewicht zur insgesamt gemischten Stimmung unter institutionellen Investoren.
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Kostendruck von mehreren Seiten
Erschwerend kommt ein angespanntes Logistikumfeld hinzu. Laut einer aktuellen Prognose von C.H. Robinson dürften die Spotpreise im Lkw-Transport 2026 um rund 8 Prozent steigen — getrieben durch Kapazitätsabbau und Wetterstörungen zu Jahresbeginn. Für einen Großproduzenten wie General Mills bedeutet das zusätzlichen Margendruck.
Gleichzeitig verändern sich die Prioritäten im Lebensmitteleinzelhandel. Nachhaltigkeit und Abfallreduzierung gewinnen an Gewicht, Retail Media reift als Kanal. General Mills versucht, sich durch Fokus auf margenstarke Kernmarken zu behaupten — und trennte sich Mitte März 2026 vom Brasilien-Geschäft.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management einen leichten Rückgang beim organischen Nettoumsatz und einen stärkeren Rückgang beim bereinigten Gewinn je Aktie. Die Strategie zielt auf langfristige Margenerholung — kurzfristig bleibt der Weg dorthin holprig.
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