General Mills steht unter massivem Verkaufsdruck. Sinkende Umsätze und verfehlte Gewinnziele setzen den US-Lebensmittelriesen unter Druck. Während die Inflation die Konsumlaune dämpft, ordnen große Marktteilnehmer ihre Portfolios neu.

Umsatzrückgang belastet Bilanz

Im dritten Quartal sank der Umsatz um mehr als acht Prozent auf 4,44 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie verfehlte mit 0,64 US-Dollar die Markterwartung von 0,73 US-Dollar deutlich. Hohe Kosten und ein verändertes Kaufverhalten der Verbraucher belasten das operative Geschäft.

Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt aktuell bei rund 17,8 Milliarden US-Dollar. Analysten reagieren auf diese Entwicklung mit Skepsis. Das durchschnittliche Kursziel sank auf 39,39 US-Dollar, was einer Empfehlung zur Reduzierung der Bestände entspricht.

Institutionelle Investoren positionieren sich neu

Trotz der operativen Schwäche gab es zuletzt größere Umschichtungen bei Profi-Anlegern. Virtu Financial erwarb Anteile im Wert von 2,65 Millionen US-Dollar. Das Employees Provident Fund Board kaufte parallel dazu Aktien für rund 7,5 Millionen US-Dollar.

In der Summe befinden sich 75,71 Prozent der ausstehenden Aktien in den Händen institutioneller Investoren. Diese hohe Konzentration sorgt bei Kursbewegungen oft für zusätzliche Dynamik. Derzeit überwiegt die Vorsicht am Markt.

Charttechnische Signale zur Stabilisierung

Der Aktienkurs verlor in den vergangenen zwölf Monaten rund 36 Prozent. Am Freitag notierte das Papier bei 29,22 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 43,22 Euro, was den langfristigen Abwärtstrend unterstreicht.

Ein technischer Indikator liefert einen Lichtblick. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 34,6 Punkten nahe der überverkauften Zone. Dies könnte auf eine baldige Bodenbildung hindeuten, sofern sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen stabilisieren.

Die Unsicherheit über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank belastet den gesamten Basiskonsumgüter-Sektor. General Mills muss nun zeigen, ob die Kernmarken ihre Preismacht gegen die Inflation behaupten können. Marktteilnehmer fokussieren sich in den kommenden Wochen auf die nächsten Absatzzahlen aus dem US-Einzelhandel.