Der Nahrungsmittelkonzern General Mills steht unter Druck. Einen Tag vor dem letzten Handelstag im Juni fiel die Aktie um 3,13 Prozent auf 30,90 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 20,75 Prozent.
Die Anleger warten auf die Quartalszahlen, die für Juli 2026 erwartet werden. Analysten rechnen mit stagnierenden Erlösen – nach einem Umsatzrückgang von 8,4 Prozent im Vorquartal auf 4,44 Milliarden Dollar.
Der Kurs liegt 74,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 121,66 Euro. Der relative Stärkeindex von 44,5 Punkten signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situationen.
Insider verkaufen – Fonds reduzieren
Auffällig ist das Verhalten institutioneller Anleger. North Star Investment Management hat sein Engagement im ersten Quartal um 43,5 Prozent gekappt und hält nur noch 34.901 Aktien.
Hinzu kommen Insiderverkäufe vom Mai. Ricardo Fernandez veräußerte knapp 8.000 Aktien zu 34,50 Dollar, Jacqueline Williams-Roll stieß 10.000 Stück zu 34,27 Dollar ab. Solche Verkäufe beobachten private Anleger vor wichtigen Terminen besonders genau.
Neuer GLP-1-Faktor belastet Aussichten
Ein neues Medicare-Programm bringt zusätzliche Unsicherheit. Ab Juli 2026 erhalten berechtigte Senioren Zugang zu Abnehmspritzen wie Wegovy und Zepbound – für 50 Dollar monatliche Zuzahlung.
Die Kernkategorien von General Mills: verarbeitete Snacks und Frühstückszerealien. Beobachter fragen sich, ob die Verbreitung von GLP-1-Präparaten die Nachfrage langfristig senkt.
Der Vergleich mit Wettbewerbern verschärft den Druck. McCormick meldete zuletzt ein Umsatzplus von 16,7 Prozent – eine Messlatte, die General Mills in seinem Bericht erst einmal erreichen muss.
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