Der Lebensmittelkonzern General Mills spürt zunehmend den rauen Wind der aktuellen Wirtschaftslage. Steigende Kosten, neue Zölle und eine schwächelnde Konsumnachfrage setzen der Profitabilität spürbar zu. Das zwingt nun auch namhafte Analysten dazu, ihre Erwartungen für den Hersteller bekannter Markenartikel nach unten zu korrigieren.
Analysten kürzen Kursziele
Die Wall Street reagiert auf die angespannte Lage mit deutlicher Zurückhaltung. Gleich mehrere Großbanken haben ihre Einschätzungen zuletzt angepasst:
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- TD Cowen: Kursziel von 37 auf 32 US-Dollar gesenkt (Rating: Hold)
- Deutsche Bank: Kursziel von 38 auf 32 US-Dollar reduziert
- J.P. Morgan: Einstufung auf „Sell“ geändert
Verantwortlich für diese Neubewertungen sind laut den Experten vor allem steigende Inputkosten, die unter anderem auf den Iran-Konflikt zurückzuführen sind. Hinzu kommt die Sorge, dass Verbraucher zunehmend zu günstigeren Alternativen greifen. Die Deutsche Bank sieht branchenweit einen wachsenden Druck auf Unternehmen im Konsumgüterbereich.
Schwaches Quartal und Zoll-Sorgen
Diese Skepsis stützt sich auf die enttäuschenden Zahlen des dritten Geschäftsquartals. Mit einem bereinigten Gewinn von 0,64 US-Dollar pro Aktie verfehlte General Mills die Konsensschätzung von 0,75 US-Dollar klar. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 1,00 US-Dollar zu Buche. Gleichzeitig sanken die organischen Umsätze um drei Prozent, während die operative Gewinnmarge um 510 Basispunkte auf 12,3 Prozent schrumpfte.
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Ein spezifischer Belastungsfaktor sind dabei Zölle. Das Management hatte bereits gewarnt, dass diese die Basisinflation von drei Prozent im laufenden Geschäftsjahr um weitere ein bis zwei Prozentpunkte in die Höhe treiben werden. TD Cowen merkte an, dass bei anhaltendem Margendruck künftig sogar die Dividende in Gefahr geraten könnte. An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung wider: Mit einem aktuellen Kursniveau nahe dem 52-Wochen-Tief von 31,26 Euro hat das Papier auf Jahressicht über 41 Prozent an Wert verloren.
Blick auf das vierte Quartal
Trotz der schwachen Zahlen hält CEO Jeff Harmening an der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Das Management setzt auf eine Erholung im Schlussquartal, angetrieben durch Preisanpassungen im US-Einzelhandel und eine zusätzliche 53. Fiskalwoche. Ein stabilisierender Faktor ist zudem die solide Cash-Generierung: General Mills konnte seine liquiden Mittel im vergangenen Jahr auf 785,5 Millionen US-Dollar ausbauen und die langfristigen Schulden reduzieren. Die tatsächlichen Auswirkungen der Preisstrategie auf das Verkaufsvolumen präsentiert das Unternehmen mit den nächsten Quartalszahlen am 23. Juni 2026.
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