General Mills Aktie: Verfehlt auf ganzer Linie

Der US-Nahrungsmittelkonzern verfehlt erstmals seit 2021 die Erwartungen deutlich. Umsatz und operativer Gewinn brechen ein, während Analysten ihre Bewertungen nach unten anpassen.

General Mills Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und operativer Gewinn brechen deutlich ein
  • Mehrere Analysten senken ihre Kursziele für die Aktie
  • Aktienrückkäufe verlangsamen sich im Vergleich zum Vorjahr
  • Unternehmen hält an Jahreszielen fest, sieht Besserung im Q4

General Mills hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen deutlich verfehlt — und das zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2021. Der Nahrungsmittelkonzern kämpft gleichzeitig mit sinkenden Volumina, steigenden Kosten und einem schrumpfenden Aktienrückkaufprogramm. Die Reaktion der Analysten ließ nicht lange auf sich warten.

Schwache Zahlen, breite Kurszielkürzungen

Der Umsatz fiel im Quartal um 8 Prozent auf 4,44 Milliarden Dollar, das organische Wachstum lag bei minus 3 Prozent. Besonders schmerzhaft: Das operative Ergebnis brach um 41 Prozent auf 525 Millionen Dollar ein, die operative Marge fiel um 660 Basispunkte auf 11,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,64 Dollar lag rund 12 Prozent unter den Erwartungen von 0,73 Dollar.

Verantwortlich für den Einbruch waren vor allem höhere Inputkosten, geringere Volumenbeiträge, gestiegene Restrukturierungsaufwendungen — und das Fehlen eines Veräußerungsgewinns, der die Vorjahreszahlen noch gestützt hatte.

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Die Analysten reagierten mit einer Reihe von Kurszielkürzungen:

  • Barclays: Kursziel von 43 auf 41 Dollar gesenkt, Rating „Equalweight“
  • TD Cowen: Kursziel von 45 auf 37 Dollar gesenkt, verweist auf anhaltenden Druck bis ins Geschäftsjahr 2027
  • Stifel: Kursziel von 50 auf 44 Dollar gesenkt, betont den 37-prozentigen EPS-Rückgang im Quartal
  • RBC Capital: Kursziel von 60 auf 55 Dollar gesenkt, Rating „Outperform“ bleibt bestehen

15 Analysten vergeben aktuell ein „Hold“-Konsensrating.

Aktienrückkäufe unter Druck

General Mills kaufte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres eigene Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar zurück — gegenüber 902 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Zusammen mit Dividenden von 987 Millionen Dollar flossen insgesamt 1,49 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück. Das reduzierte Rückkauftempo bei gleichzeitig sinkendem Gewinn verringert den Spielraum, den Rückkäufe normalerweise für die Entwicklung des Gewinns je Aktie bieten.

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Umbau geht weiter, Q4 soll Wende bringen

Im Segment Nordamerika Retail, dem wichtigsten Geschäftsbereich, sanken die Umsätze auf 2,6 Milliarden Dollar — belastet durch den Verkauf des Joghurtgeschäfts und schwache Entwicklungen bei Cerealien, Snacks und Backzutaten. Lichtblick war das Auslandsgeschäft, wo organische Umsätze um 1 Prozent stiegen, getragen von zweistelligem Wachstum bei Snackriegeln in Frankreich.

Mitte März kündigte das Unternehmen zudem den Verkauf seines Brasilien-Geschäfts an Café Três Corações an. Der Deal soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden — allerdings erwartet General Mills dabei einen Vorsteuerverlust, der aufgelaufene Währungsverluste von 622 Millionen Dollar umfasst.

CEO Jeff Harmening bestätigte die Jahresziele für das Geschäftsjahr 2026 und kündigte eine deutliche Verbesserung im vierten Quartal an. CFO Kofi Bruce machte dabei klar, dass diese Verbesserung vor allem auf mechanischen Faktoren beruht: der 53. Geschäftswoche, dem Rückgang von Lagerbestandseffekten beim Handel und günstigeren Vergleichszahlen bei den Handelsausgaben. Ein grundlegender Aufschwung im operativen Geschäft ist dafür nicht zwingend erforderlich — was die Frage aufwirft, wie nachhaltig die erhoffte Erholung tatsächlich ist. Die Aktie notiert aktuell auf ihrem 52-Wochen-Tief und liegt rund 22 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

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