Der Elektroauto-Traum wird zum teuren Albtraum. General Motors muss im vierten Quartal eine massive Abschreibung von 6 Milliarden US-Dollar auf sein E-Auto-Geschäft vornehmen. Und das ist nicht die erste Hiobsbotschaft: Erst im dritten Quartal hatte der Konzern bereits 1,6 Milliarden Dollar in Nordamerika abgeschrieben. Die Aktie reagierte prompt und verlor nachbörslich an der NYSE 1,83 Prozent auf 83,91 US-Dollar.
Die 6-Milliarden-Abschreibung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 1,8 Milliarden Dollar an nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen sowie tatsächlich zu zahlende Sonderkosten. Als Begründung führt GM die Überprüfung seiner Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge an – eine direkte Folge politischer Weichenstellungen aus Washington.
Trump macht E-Autos den Garaus
Was ist passiert? US-Präsident Donald Trump hat die Elektroautoprämie von 7.500 Dollar gestrichen und die Emissionsregeln für Fahrzeuge gelockert. Die Folge: Die Verbrauchernachfrage nach E-Autos bricht ein. GM zieht die Notbremse und stellt seine Produktion um. Die Fabrik in Orion, Michigan, wurde bereits von Elektroantrieben auf Verbrenner-SUVs und Pickups umgerüstet.
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General Motors ist nicht allein mit diesem Problem. Konkurrent Ford Motor hatte bereits im Dezember eine noch drastischere Abschreibung angekündigt: 19,5 Milliarden Dollar, der Großteil davon ebenfalls im vierten Quartal. Die gesamte US-Autoindustrie dreht ihre E-Auto-Strategie zurück.
China belastet zusätzlich
Zu den E-Auto-Problemen kommen weitere 1,1 Milliarden Dollar Sonderkosten für den Umbau in China. Das dortige Gemeinschaftsunternehmen wird umstrukturiert, zusätzlich belasten Rechtsstreitigkeiten das Ergebnis. Insgesamt summieren sich die Belastungen im vierten Quartal damit auf über 7 Milliarden Dollar.
Die Ankündigung erfolgte am Donnerstagabend in Detroit – just zu dem Zeitpunkt, als an der Wall Street der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember im Fokus stand. Dieser könnte laut Analysten eine hawkishe Reaktion der Federal Reserve auslösen, sollte er stärker ausfallen als erwartet. Für GM-Aktionäre dürfte das weitere negative Impulse bedeuten.
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