Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer legt weiter zu. Am Montag schloss die Aktie bei 29,42 Euro — ein Plus von 5,4 Prozent. Damit setzt sich die Erholung fort, die vor Wochen nach einer Prognosesenkung für Umsatz, EBITDA-Marge und Free Cashflow eingesetzt hatte.

Technisch auf gutem Weg

Charttechnisch hat die Aktie eine wichtige Hürde genommen. Der Widerstand bei 27,44 Euro wurde überwunden. Bleibt der Kurs in den kommenden Tagen darüber, sehen Marktbeobachter Luft für weitere Gewinne.

Die jüngste Entwicklung ist eine deutliche Gegenbewegung zum vorherigen Abverkauf. Der Kurs war zwischenzeitlich bis auf rund 17 Euro gefallen. In den vergangenen sieben Tagen legte die Aktie um 6,83 Prozent zu, auf Monatssicht sind es 15,37 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 6,13 Prozent. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 41,76 Prozent bleibt Gerresheimer aber ein hochsensibles Papier.

Rückenwind aus der Branche

Der positive Impuls kommt nicht von ungefähr. Auch Schott Pharma, ein weiterer Zulieferer aus dem Pharmasektor, legte am Montag zu — gestützt durch positive Analystenkommentare.

Die technischen Indikatoren sind ermutigend. Die Aktie notiert deutlich über ihren 50-Tage-Durchschnitt von 26,23 Euro. Der 200-Tage-Durchschnitt von 24,62 Euro liegt ebenfalls klar darunter. Der RSI (14 Tage) steht bei 67,1. Das signalisiert zunehmende Dynamik, allerdings ohne in überkaufte Regionen vorzudringen.

Die nächste Hürde liegt bei 29,62 Euro. Gelingt der nachhaltige Sprung darüber, könnte sich die Erholung fortsetzen. Scheitert der Kurs, droht eine Konsolidierungsphase.