Die Krise beim Verpackungsspezialisten spitzt sich dramatisch zu. Statt der erhofften Entwarnung gibt es neue Alarmzeichen für Anleger: Die Finanzaufsicht BaFin weitet ihre Untersuchungen zur Bilanzierung massiv aus. Droht nun das endgültige Vertrauensdesaster für den Düsseldorfer Konzern?
Aufseher weiten Prüfung aus
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) lässt nicht locker. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die laufende Prüfung nicht nur fortgesetzt, sondern durch eine weitere Untersuchung ergänzt. Während ursprünglich primär der Geschäftsbericht 2023/24 im Fokus stand, nehmen die Prüfer nun zusätzlich den Zeitraum vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Mai 2025 unter die Lupe.
Im Zentrum der Bedenken stehen sogenannte „Bill-and-hold“-Transaktionen. Bei dieser Praxis werden Umsätze für Waren verbucht, die zwar in Rechnung gestellt, aber noch nicht an den Kunden ausgeliefert wurden. Dass die Behörde den Untersuchungszeitraum nun ausweitet, deutet darauf hin, dass die Zweifel an der korrekten Verbuchung dieser Geschäfte bislang nicht ausgeräumt werden konnten.
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Vertrauensverlust an der Börse
Die Reaktion der Märkte fällt verheerend aus. Das Unsicherheitsgefühl unter den Investoren manifestiert sich in einem brutalen Abverkauf. Die Aktie markierte gestern mit einem Schlusskurs von 15,57 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Die charttechnische Lage spiegelt das fundamentale Misstrauen wider: Allein in den letzten sieben Tagen brach der Kurs um weitere 25 Prozent ein. Auf Sicht von zwölf Monaten haben Aktionäre mittlerweile über 80 Prozent ihres Kapitals verloren.
Für Gerresheimer wird die Luft immer dünner. Solange die Vorwürfe im Raum stehen und die Finanzaufsicht tiefer in den Büchern gräbt, bleibt das Papier ein hochriskantes Investment. Eine nachhaltige Bodenbildung ist angesichts des immensen regulatorischen Drucks und der unklaren Tragweite der Bilanzierungsfragen derzeit kaum absehbar.
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