Gilead Sciences Aktie: Handlungsspielraum erodiert?

Trotz solider Quartalszahlen und starker HIV-Umsätze drückt der vorsichtige Ausblick für 2026 die Aktie von Gilead Sciences. Das Unternehmen erhöht zugleich die Dividende.

Gilead Sciences Aktie
Kurz & knapp:
  • Solide Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
  • HIV-Geschäft bleibt Hauptwachstumstreiber
  • Vorsichtige Jahresprognose enttäuscht Anleger
  • Dividende wird um 3,8 Prozent erhöht

Die Gilead Sciences Aktie verlor am Dienstag nach US-Börsenschluss deutlich an Wert, nachdem das Unternehmen seine Jahresziele für 2026 präsentiert hatte. Trotz solider Quartalszahlen rutschte der Titel zunächst um knapp sieben Prozent ab, konnte die Verluste aber im weiteren Verlauf auf 1,6 Prozent eindämmen. Im nachbörslichen Handel am gestrigen Dienstag notierte die Aktie bei 150,26 Dollar – ein Minus von 0,94 Prozent.

Das Biotech-Unternehmen hatte zuvor für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 1,86 Dollar gemeldet und damit die Erwartungen von 1,85 Dollar knapp übertroffen. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 7,93 Milliarden Dollar und lag deutlich über der Konsensschätzung von 7,68 Milliarden Dollar.

HIV-Geschäft als Wachstumsmotor

Das HIV-Segment erwies sich erneut als größter Umsatztreiber. Im vierten Quartal stieg der Erlös hier um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Biktarvy, das Flaggschiff im HIV-Portfolio, verzeichnete ein Plus von fünf Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar und hält weiterhin über 52 Prozent Marktanteil in den USA.

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Besonders stark entwickelte sich das HIV-Präventionsgeschäft: Descovy legte um 33 Prozent auf 819 Millionen Dollar zu. Die neu eingeführte Halbjahres-Therapie Yeztugo steuerte im vierten Quartal 96 Millionen Dollar bei – für das Gesamtjahr 2025 kamen 150 Millionen Dollar zusammen.

Auch das Lebererkrankungssegment zeigte Stärke mit einem Quartalsumsatz von 844 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 17 Prozent entspricht. Livdelzi eroberte dabei über 50 Prozent Marktanteil bei der Zweitlinientherapie der primär biliären Cholangitis in den USA.

Ausblick dämpft Anlegerstimmung

Für das laufende Jahr rechnet Gilead mit einem Gewinn je Aktie zwischen 8,45 und 8,85 Dollar – der Mittelwert liegt damit unter der Analystenschätzung von 8,76 Dollar. Beim Gesamtumsatz peilt das Management 29,6 bis 30,0 Milliarden Dollar an. Während die Obergrenze den Erwartungen von 30 Milliarden Dollar entspricht, zeigt sich die Spanne nach unten offen.

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Das HIV-Geschäft soll um sechs Prozent wachsen, für Yeztugo werden rund 800 Millionen Dollar erwartet. Einen Wermutstropfen bildet die Zelltherapie-Sparte: Hier rechnet Gilead aufgrund des verschärften Wettbewerbs mit einem Rückgang von etwa zehn Prozent.

CEO Daniel O’Day zeigte sich dennoch zuversichtlich und verwies auf mehrere anstehende Produkteinführungen. So steht in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Markteinführung von BIC/LEN im HIV-Bereich an. Zudem erwartet das Unternehmen FDA-Entscheidungen für zwei Onkologie-Therapien – darunter Trodelvy für die Erstlinienbehandlung bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs.

Gilead erhöhte gleichzeitig die vierteljährliche Dividende um 3,8 Prozent auf 0,82 Dollar je Aktie. Die Ausschüttung erfolgt am 30. März 2026 an Aktionäre, die am 13. März im Handelsregister eingetragen sind. Im vergangenen Jahr schüttete das Unternehmen 63 Prozent seines freien Cashflows aus – vier Milliarden Dollar an Dividenden und 1,9 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe.

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