Glencore hat seinen Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt — und das Dokument erzählt mehr als nur Zahlen. Der Rohstoffkonzern positioniert sich als unverzichtbarer Partner westlicher Lieferkettensicherheit, während intern ein tiefgreifender Umbau Richtung Kupfer läuft.
Das bereinigte EBITDA lag 2025 bei 13,5 Milliarden US-Dollar, sechs Prozent unter Vorjahr. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Energie- und Kokskohlepreise. Das zweite Halbjahr legte gegenüber dem ersten allerdings um 49 Prozent zu — ein deutliches Momentum-Signal. Die Bilanz blieb stabil: Die Nettoverschuldung verharrte bei 11,2 Milliarden US-Dollar, die verfügbare Liquidität bei 12,9 Milliarden US-Dollar.
Kupfer als strategische Leitlinie
CEO Gary Nagle bezeichnete 2025 als Jahr bedeutender Fortschritte. Der Kern seiner Strategie ist klar: Kupfer. Bis Ende 2028 soll die annualisierte Produktion die Marke von einer Million Tonnen überschreiten, bis 2035 peilt Glencore rund 1,6 Millionen Tonnen an.
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Für 2026 musste das Unternehmen die Produktionsprognose allerdings auf 810.000 bis 870.000 Tonnen senken — ursprünglich waren 930.000 Tonnen geplant. Auslöser waren Rückschläge an der chilenischen Collahuasi-Mine, die Glencore gemeinsam mit Anglo American betreibt. Eine operative Überprüfung soll zudem Einsparungen von rund einer Milliarde US-Dollar bis Ende 2026 realisieren.
Der Kobalt-Deal mit Washington
Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Kobalt-Geschäft mit geopolitischer Dimension. Glencore kauft knapp 2.000 Tonnen Kobalt im Wert von rund 115 Millionen US-Dollar von Händler Rami Weisfisch — verteilt über zwölf Monate zu Fastmarkets-gekoppelten Preisen.
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Das Material soll im Rahmen von „Project Vault“ in die USA fließen, einer US-Initiative zum Aufbau strategischer Mineralreserven. Das Programm kombiniert zehn Milliarden US-Dollar EXIM-Finanzierung mit zwei Milliarden US-Dollar privatem Kapital und spiegelt strukturell die Strategische Erdölreserve wider. Bereits im Februar unterzeichneten Glencore und das Orion Critical Mineral Consortium ein Memorandum of Understanding über eine mögliche Übernahme eines 40-prozentigen Anteils an Glencores Beteiligungen an den Mutanda- und Kamoto-Minen in der Demokratischen Republik Kongo.
Das macht Glencore zu mehr als einem Rohstoffproduzenten — das Unternehmen wird zum strukturellen Baustein westlicher Versorgungssicherheit.
Aktie nahe Jahreshoch
Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider. Mit einem Plus von rund 29 Prozent seit Jahresbeginn notiert sie aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,13 Euro. Das annualisierte Free-Cashflow-Potenzial beziffert der Konzern auf Basis aktueller Spotpreise auf rund sieben Milliarden US-Dollar. Die Hauptversammlung 2026 ist für den 28. Mai angesetzt — dann dürften auch die ersten konkreten Fortschritte bei den Kosteneinsparungen auf der Tagesordnung stehen.
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