Lediglich 57.000 neu geschaffene Stellen im Juni. Die US-Arbeitsmarktdaten verfehlten die Erwartungen drastisch. Das mindert den Druck auf die US-Notenbank Fed. Für den Goldpreis war dieser Dämpfer der Wirtschaft ein willkommener Katalysator. Er beendete damit eine wochenlange Verlustserie.
Zinsfantasie schwächt den Dollar
Analysten hatten mit mehr als 110.000 neuen Jobs gerechnet. Stattdessen stieg die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Die Konsequenz: Marktteilnehmer erwarten nun eine entspanntere Geldpolitik.
Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im September fiel auf rund 54 Prozent. Vor den Daten lag sie noch deutlich höher. Der US-Dollar verlor daraufhin an Stärke. Der Dollar-Index (DXY) rutschte auf gut 100 Punkte ab. Das macht Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger.
Davon profitierte das Edelmetall direkt. Zum Wochenschluss kletterte Gold auf 4.187,30 US-Dollar. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von gut zwei Prozent. Dennoch notiert der Kurs weiterhin knapp 26 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Jahresbeginn.
Zentralbanken stocken Reserven auf
Abseits der Zinspolitik stützen institutionelle Käufer den Markt. Laut dem World Gold Council (WGC) kauften Zentralbanken im Mai netto 41 Tonnen Gold. Vorreiter waren dabei Polen und China.
Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. 45 Prozent der befragten Reservemanager planen weitere Zukäufe in den kommenden zwölf Monaten. Ein absoluter Rekordwert. Auch 28 Prozent der Family Offices halten das Edelmetall inzwischen in ihren Portfolios.
Wichtige Termine und Kursziele
Die kommende Handelswoche bringt weitere Klarheit. Am 8. Juli veröffentlicht die Fed das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Parallel dazu stehen frische US-Inflationsdaten an. Starke Wirtschaftsdaten könnten den Preis kurzfristig in Richtung der 3.950-Dollar-Marke drücken.
Trotz kurzfristiger Risiken bleiben Großbanken für 2026 optimistisch. Die Kursziele im Überblick:
* JPMorgan: 4.500 US-Dollar
* Goldman Sachs: 4.900 US-Dollar
* UBS: 5.500 US-Dollar
Charttechnisch hat Gold den Widerstand bei 4.175 US-Dollar überwunden. Stabilisiert sich der Kurs auf dem aktuellen Niveau, rücken die Juni-Hochs um 4.195 US-Dollar in den Fokus.
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