Während Diplomaten zwischen Washington und Teheran über ein Atomabkommen verhandeln, liefert der Goldmarkt ein ungewöhnliches Bild: Der Preis hält sich trotz nachlassender Risikoprämie hartnäckig über 4.500 Dollar. Der Grund liegt tiefer als die Tagespolitik.
Zentralbanken kaufen doppelt so viel wie gedacht
Goldman Sachs hat sein Nachfragemodell diese Woche grundlegend revidiert. Zentralbanken erwerben demnach monatlich rund 60 Tonnen Gold — frühere Schätzungen lagen bei lediglich 29 Tonnen. Diese strukturelle Nachfrage puffert saisonale Schwächen ab, etwa den derzeit ruhigeren Schmuckmarkt in China.
Physisch hinterlegte Gold-ETFs verzeichneten im April globale Zuflüsse von 6,6 Milliarden Dollar. Die Gesamtbestände erreichten mit rund 4.137 Tonnen den dritthöchsten Stand der Geschichte. In China setzten sich die Zuflüsse den achten Monat in Folge fort — ein deutliches Signal für anhaltende Umschichtungen privater und institutioneller Portfolios.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Kursziel 8.900 Dollar bis 2030
Die 20. Jubiläumsausgabe des „In Gold We Trust“-Reports, am 20. Mai präsentiert, setzte einen weiteren Akzent. Das ursprünglich für 2030 geplante Kursziel von 4.800 Dollar wurde bereits in diesem Jahr erreicht. Die Autoren hoben das langfristige Ziel in einem inflationären Szenario auf 8.900 Dollar bis Ende des Jahrzehnts an.
Bemerkenswert ist dabei die Widerstandsfähigkeit des Marktes. Im März verzeichnete Gold mit einem Rückgang von über 600 Dollar den historisch größten absoluten Monatsverlust. Der übergeordnete Aufwärtstrend blieb trotzdem intakt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Geopolitik dämpft, Fundamentaldaten stützen
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgen für wechselhafte Stimmung. Berichte, wonach der iranische Oberste Führer auf dem Verbleib von angereichertem Uran im Land besteht, bremsten zuletzt Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen — und verhinderten einen tieferen Kursrückgang beim Edelmetall.
Aktuell notiert Gold bei 4.504 Dollar, ein Minus von 0,88 Prozent gegenüber dem Donnerstag-Schluss. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 3,74 Prozent, der RSI liegt mit knapp 50 im neutralen Bereich.
Charttechnisch bleibt die Zone um 4.878 Dollar der nächste relevante Widerstand. Auf der Unterseite gilt 4.171 Dollar als kritische Schwelle — ein Unterschreiten würde den seit 2025 laufenden Aufwärtstrend ernsthaft belasten. Die Flash-PMI-Daten und US-Arbeitsmarktdaten der kommenden Tage könnten kurzfristig die Richtung vorgeben: Enttäuschende Zahlen würden Zinssenkungserwartungen befeuern und Gold neuen Rückenwind verschaffen.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

