Das Edelmetall kennt aktuell nur eine Richtung: nach oben. Am Mittwoch kletterte der Goldpreis um weitere 1,6 Prozent auf 5.265 Dollar je Feinunze – der achte Gewinntag in Folge. Allein in den vergangenen eineinhalb Wochen legte Gold um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent zu.
Seit Jahresbeginn beträgt das Plus bereits 22 Prozent. Zur Einordnung: 2025 war Gold bereits um 65 Prozent gestiegen. Die Rally beschleunigt sich also weiter, und ein Ende ist nicht in Sicht.
Trump gibt Dollar-Schwäche seinen Segen
Was treibt diese explosive Bewegung? Der Auslöser am Dienstagabend war eine bemerkenswerte Aussage von Donald Trump. Auf die Frage, ob ihn der Kursverlust des Dollar beunruhige, antwortete der US-Präsident: „Nein, ich glaube, es ist großartig.“ Er bezeichnete die Dollar-Entwicklung sogar als „hervorragend“ und verwies auf positive Geschäftseffekte.
Der Dollar stürzte nach diesen Worten weiter ab. Der Euro schoss auf 1,20 Dollar – den höchsten Stand seit Juni 2021. Mitte Januar hatte die Gemeinschaftswährung noch unter 1,16 Dollar notiert.
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Warum Gold vom Dollar-Crash profitiert
Die Mechanik dahinter ist simpel: Gold wird überwiegend in US-Dollar gehandelt. Fällt die amerikanische Währung, wird das Edelmetall für Anleger außerhalb der USA automatisch günstiger. Die Nachfrage steigt, der Preis ebenso.
Doch es geht um mehr als nur Wechselkurseffekte. Trumps offene Sympathie für einen schwachen Dollar signalisiert eine fundamentale Kursänderung in der US-Währungspolitik. Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank warnt vor einem „Kipppunkt“: „Die Gefahr besteht darin, dass der Markt ein Szenario einpreist, wonach der Dollar unkontrolliert abwertet.“
Notenbanken kaufen auf Rekordniveau
Parallel dazu stocken Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven auf. Besonders aktiv: China und Indien. Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management erklärt die Motivation: „Viele Notenbanken reagieren mit Goldkäufen auf strukturelle Risiken, politische Risiken, Sanktionsrisiken und Zollrisiken.“
Hinzu kommen wachsende Sorgen über ausufernde Staatsverschuldungen – ein klassischer Treiber für Gold als „sicherer Hafen“. Die geopolitischen Spannungen, vom Iran-Konflikt bis zu Trumps Zolldrohungen gegen europäische Staaten wegen Grönland, verstärken diesen Effekt zusätzlich.
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Silber hängt Gold ab
Noch spektakulärer entwickelt sich Silber. Der Preis stieg am Mittwochmorgen um drei Prozent auf 115,50 Dollar. Das Rekordhoch vom Montag bei 117,71 Dollar liegt in Reichweite. Seit Jahresbeginn verteuerte sich Silber um fast 60 Prozent, 2025 waren es sogar 150 Prozent.
Silber profitiert nicht nur vom Safe-Haven-Status, sondern auch von seiner industriellen Bedeutung. Die Nachfrage aus KI-Anwendungen, Robotik und Energietechnologien boomt – ein struktureller Rückenwind, den Gold nicht hat.
Was kommt als Nächstes?
Die Rallye zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Acht aufeinanderfolgende Gewinntage sind außergewöhnlich, aber in diesem Umfeld durchaus gerechtfertigt. Solange Trump den Dollar-Verfall toleriert oder sogar begrüßt und die geopolitischen Unsicherheiten anhalten, dürfte Gold weiteren Auftrieb erhalten.
Ob die 5.300-Dollar-Marke nachhaltig überwunden wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Die Fed-Entscheidung steht an – doch selbst eine überraschende Zinspolitik dürfte Gold kaum bremsen, solange das Vertrauen in den Dollar erodiert.
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