Zwei der weltgrößten Goldproduzenten fördern deutlich weniger. Die UBS erwartet trotzdem Preise, die weit über dem aktuellen Niveau liegen. Dieser Widerspruch prägt gerade den Goldmarkt.
Newmont und Barrick schrumpfen
Newmont, der weltgrößte Goldproduzent, förderte 2025 rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr — insgesamt 5,89 Millionen Unzen. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang auf etwa 5,26 Millionen Unzen.
Barrick Mining zeigt ein ähnliches Bild. Die Jahresproduktion 2025 sank um 17 Prozent auf 3,26 Millionen Unzen. Der Ausblick für 2026 liegt zwischen 2,9 und 3,25 Millionen Unzen. Gründe sind geplante Minensequenzierungen, höhere Abgaben und operative Einschränkungen. Die Folge: Sinkende Fördermengen treffen auf steigende Produktionskosten — die Margen geraten unter Druck.
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UBS sieht Gold bei 6.200 Dollar
Strukturell sieht die UBS Gold klar auf Kurs nach oben. Die Bank hob ihre Kursziele für März, Juni und September 2026 auf jeweils 6.200 US-Dollar je Unze an. Für Jahresende 2026 rechnet sie mit rund 5.900 Dollar. Im optimistischen Szenario sind sogar 7.200 Dollar denkbar.
Als Treiber nennt die UBS anhaltende Zentralbankkäufe, wachsende Staatsdefizite und geopolitische Unsicherheit. Das sind keine kurzfristigen Impulse — sondern strukturelle Faktoren, die den Goldpreis langfristig stützen.
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Geopolitik und Zinsen als Gegenwind
Kurzfristig wirken andere Kräfte. Hohe Ölpreise und die Blockade der Straße von Hormus treiben die Inflation. Das könnte Zentralbanken zwingen, die Zinsen länger hochzuhalten. Für Gold als zinsloses Asset ist das kein gutes Umfeld.
Robuste US-Wirtschaftsdaten verstärken diesen Effekt. Wenn die Konjunktur läuft, sinkt die Nachfrage nach sicheren Häfen. Der Goldpreis schloss am Freitag bei 4.744,80 US-Dollar — ein Plus von 0,77 Prozent auf Tagesbasis, aber ein Minus von gut zwei Prozent gegenüber der Vorwoche. Seit Jahresanfang steht ein Gewinn von rund neun Prozent.
Zwischen dem aktuellen Kurs und den UBS-Zielen klafft eine erhebliche Lücke. Ob Angebotsrückgänge und Zentralbanknachfrage die kurzfristigen Zinsbremsen überwiegen, wird sich spätestens zeigen, wenn Newmont und Barrick im zweiten Quartal ihre Produktionsdaten vorlegen.
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