Der Goldpreis kämpft mit seinem zweiten Verlusttag in Folge — und das ausgerechnet an einem Tag, der für den Markt richtungsweisend werden könnte. Jerome Powell hält heute seine letzte Pressekonferenz als Fed-Chef ab, bevor er voraussichtlich an Kevin Warsh übergibt. Kein Zinsentscheid bewegt die Märkte so sehr wie das, was danach gesagt wird.
Spot-Gold notierte am Mittwoch bei rund 4.569 Dollar je Unze — knapp über dem Vier-Wochen-Tief vom Vortag, als der Preis um mehr als zwei Prozent einbrach. Auslöser war ein Mix aus festem Dollar, steigenden Ölpreisen und stockenden US-Iran-Verhandlungen. Präsident Trump lehnte Irans jüngsten Friedensvorschlag ab, was die Spannungen rund um die Straße von Hormus weiter anheizte.
Das Paradox der Iran-Krise
Für Gold ergibt sich eine bittere Ironie. Die geopolitische Krise, die eigentlich als Safe-Haven-Treiber wirken sollte, befeuert stattdessen die Inflation — über höhere Ölpreise, die durch die faktisch blockierte Straße von Hormus entstehen. Rund 20 Prozent der globalen Energieversorgung fließen durch diese Meerenge. Höhere Inflation zwingt Zentralbanken zu restriktiver Geldpolitik, und höhere Zinsen machen das zinslose Metall weniger attraktiv.
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Ole Hansen, Rohstoffstratege bei der Saxo Bank, wies darauf hin, dass das Unterschreiten der technischen Unterstützung bei 4.650 Dollar automatisierte Verkaufsprogramme ausgelöst hatte. Eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus wäre seiner Einschätzung nach der bedeutendste kurzfristige Preiskatalysator für Gold.
Chinas strukturelle Gegenkraft
Während westliche Investoren verkaufen, kaufen chinesische Anleger. Gold-ETFs in China verzeichneten im ersten Quartal 2026 Rekordzuflüsse von umgerechnet rund 8,5 Milliarden Dollar — allein im März flossen 1,7 Milliarden Dollar zu. Die Gesamtbestände der chinesischen ETFs stiegen auf 298 Tonnen. Die Volksbank von China meldete indes ihren 17. aufeinanderfolgenden monatlichen Goldzukauf: fünf Tonnen im März, der größte Zukauf seit über einem Jahr, womit die offiziellen Reserven auf 2.313 Tonnen kletterten.
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Das schafft einen zweigeteilten Markt. Asiatisches Kaufinteresse liefert einen strukturellen Boden unter den Preisen, aber die westliche Geldpolitik bleibt der dominante kurzfristige Treiber. Die Divergenz zwischen physischer Nachfrage in Asien und den Papiermärkten in New York und London war selten so ausgeprägt.
Powells Worte entscheiden die Richtung
Technisch bewegt sich Gold in einer Konsolidierungszone. Der 200-Tage-EMA liegt bei rund 4.200 Dollar und hat seit Oktober 2025 als Bullen-Bären-Grenze fungiert. Wichtige Unterstützung liegt bei 4.441 Dollar, Widerstand bei 4.761 Dollar.
Hawkishe Signale von Powell — also Hinweise auf weniger oder keine Zinssenkungen — würden Gold weiter in Richtung 4.600 Dollar drücken. Eine geduldige, inflationstolerante Sprache hingegen könnte eine Erholung in Richtung 4.865 Dollar anstoßen. Parallel dazu steht der Senatsausschuss für Bankwesen heute über Warshs Nominierung zur Abstimmung — ein Führungswechsel an der Fed-Spitze, der zusätzliche Unsicherheit in den Markt trägt. Trump soll seinen Beratern signalisiert haben, den Konflikt mit dem Iran beenden zu wollen, selbst ohne vollständige Wiedereröffnung der Meerenge. Jede glaubwürdige diplomatische Entwicklung könnte den Preis zügig in Richtung der Widerstandszone bei 4.760 bis 4.775 Dollar treiben.
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