GoPro verlässt die Skipisten und drängt in die Filmstudios. Mit der neuen MISSION 1-Serie greift der Konzern den Markt für kompakte Kinokameras an. Es ist der Versuch, die Abhängigkeit von reinen Action-Cams zu brechen.

Technik für Profis

GoPro präsentiert drei neue Modelle für die professionelle Produktion. Alle Varianten nutzen einen 1-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln Auflösung. Das Topmodell MISSION 1 PRO ILS bietet obendrein einen Micro-Four-Thirds-Anschluss für verschiedene Objektive.

Die Kameras filmen in 8K-Auflösung. Während das Basismodell 30 Bilder pro Sekunde schafft, verdoppelt die PRO-Variante diese Rate. Ein neuer GP3-Prozessor liefert die nötige Rechenleistung für diese Datenmengen.

Preisstrategie und Abo-Fokus

Das Basismodell kostet rund 600 US-Dollar. Für die PRO-Versionen verlangt GoPro knapp 700 Dollar. Bestehende Abonnenten erhalten einen Preisnachlass von 100 Dollar auf alle neuen Geräte.

Mit diesem Schritt will das Management die Hardware-Verkäufe enger mit dem Abo-Modell verknüpfen. Vorbesteller erhalten zusätzlich einen kostenlosen Handgriff im Wert von 100 Dollar. Die Auslieferung der ersten Geräte beginnt Ende Mai.

Nervöse Reaktion an der Börse

An der Börse notiert die Aktie heute bei 1,05 Euro. Das entspricht einem Tagesminus von knapp drei Prozent. Parallel dazu blicken Anleger auf einen rasanten Kursanstieg von 90 Prozent im vergangenen Monat.

Der RSI-Wert von 21 signalisiert derweil eine technisch überverkaufte Lage. Die Volatilität bleibt mit über 100 Prozent extrem hoch.

Der Erfolg im Profi-Segment entscheidet darüber, ob GoPro seine Profitabilität nachhaltig steigern kann. Im dritten Quartal folgt mit dem ILS-Modell der finale Baustein der neuen Strategie. Dieser Termin markiert den Abschluss des aktuellen Hardware-Rollouts.