GoPro treibt die geplante Fusion mit Starman Optical voran und legt dafür einen vorläufigen Proxy-Statement bei der US-Börsenaufsicht SEC vor. Parallel räumt der Kamerahersteller Bilanzfehler ein und korrigiert drei Berichte. Beides kam am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung.
Nächster Schritt zum Abschluss
Der Proxy-Antrag ist die formale Vorstufe für die Abstimmung der GoPro-Aktionäre über den Zusammenschluss. Gründer und CEO Nicholas Woodman nennt die Einreichung den nächsten Schritt Richtung Closing. Beide Seiten arbeiteten eng daran, die verbleibenden Schritte zügig zu erledigen.
Auch Charles Tebele, CEO von Starman Holding, gibt sich zuversichtlich. Beide Unternehmen und Managementteams seien voll auf Linie und wollten die Transaktion zu den bereits angekündigten Konditionen so schnell wie möglich abschließen. Der Proxy sei ein weiteres Signal, dass man im Zeitplan liege. Die Konditionen bleiben demnach unverändert.
Noch steht das Geschäft allerdings unter Vorbehalt. Die Zustimmung der GoPro-Aktionäre fehlt, ebenso sind regulatorische Freigaben und weitere Bedingungen offen.
Korrektur der Abschlüsse
Parallel dazu hat GoPro Änderungen am Jahresbericht für 2025 sowie an den Quartalsberichten für das erste und zweite Quartal 2026 eingereicht. Hintergrund sind Fehler bei der Bewertung von Optionsscheinen (Warrants), die 2025 im Zusammenhang mit Kreditvereinbarungen ausgegeben wurden. Hinzu kommt die Bemessung einer eingebetteten Wandlungskomponente bei den im Februar 2026 begebenen Wandelschuldverschreibungen.
Das Unternehmen betont den buchhalterischen Charakter: Die Anpassungen sind nicht zahlungswirksam. Die berichteten Umsätze und operativen Cashflows der betroffenen Zeiträume bleiben unberührt.
Kreditgeber stimmen zu
Die Korrektur hat dennoch Folgen für die Finanzierung. Nach den Vertragsbedingungen stellen die Bilanzfehler und die Neufassung einen Verzugsfall dar, und zwar bei den Kreditlinien, den Wandelschuldverschreibungen und den besicherten Anleihen. GoPro hat nach eigenen Angaben für alle drei Instrumente Verzichtserklärungen (Waiver) beantragt und erhalten. Damit ist der formale Verstoß vorerst abgeräumt.
Weitere Details stehen im Formular 8-K vom 16. Oktober. Das Unternehmen warnt zugleich, dass künftig weitere Anpassungen nötig werden könnten. Außerdem prüft es die Wirksamkeit seiner internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung.
Als nächster Meilenstein steht die Abstimmung der GoPro-Aktionäre an, für die der nun eingereichte vorläufige Proxy die Grundlage bildet. Einen Termin nennt die Mitteilung nicht.
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