Die Gossamer Bio Aktie ist kollabiert. Innerhalb einer Woche stürzte der Titel um 80 Prozent auf nur noch 0,42 Dollar ab – die Marktkapitalisierung schmolz auf mickrige 98 Millionen Dollar. Auslöser war das Scheitern der entscheidenden Phase-3-Studie PROSERA, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Für das Biotech-Unternehmen steht jetzt die Existenz auf dem Spiel.
Die PROSERA-Studie sollte den Wirkstoff Seralutinib zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie zur Zulassung bringen. Doch die Ergebnisse verfehlten den primären Endpunkt: Die Verbesserung der Sechs-Minuten-Gehstrecke lag bei gerade einmal 13,3 Metern gegenüber Placebo – statistisch nicht signifikant. Damit ist der ursprüngliche Plan gescheitert.
Analysten ziehen die Reißleine
Die Reaktion der Wall Street war brutal. Wedbush stufte die Aktie von Outperform auf Neutral herab und senkte das Kursziel von 6,00 Dollar auf nur noch 1,00 Dollar. Analystin Laura Chicho verschob die erwartete Markteinführung auf das Geschäftsjahr 2028 und verengte den adressierbaren Markt drastisch – nur noch Hochrisiko-Patienten mit drei oder mehr Medikamenten kommen in Frage. Der Abzinsungssatz wurde auf 40 Prozent erhöht.
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Barclays ging noch weiter und degradierte Gossamer Bio direkt auf Underweight mit einem Kursziel von 0,30 Dollar. Die Bank erwartet eine mögliche FDA-Entscheidung erst im zweiten Halbjahr 2027 – in etwa 18 Monaten. Auch Leerink Partners senkte das Rating auf Market Perform und reduzierte das Kursziel von 6,00 auf 1,00 Dollar.
Schuldenberg wird zum Problem
Besonders brisant: Gossamer Bio steht mit rund 200 Millionen Dollar Wandelanleihen in der Kreide, die im Juni 2027 fällig werden. Dem gegenüber steht eine erwartete Liquidität von nur etwa 105 Millionen Dollar zum Ende des ersten Quartals. Die Bewertung von InvestingPro spricht eine klare Sprache: Der Financial Health Score liegt bei schwachen 1,52 von 5 Punkten. Das Unternehmen verbrennt schnell Cash.
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Wedbush geht davon aus, dass Gossamer Bio seine Wandelschulden 2026 umstrukturieren muss. Zusätzlich werden weitere Finanzierungsrunden nötig sein, um bis zur Kommerzialisierung durchzuhalten – falls diese überhaupt jemals kommt.
Die entscheidende Frage ist nun, ob die FDA trotz des verfehlten primären Endpunkts einen Zulassungsweg sieht. Die Studie zeigte zwar positive Signale bei der klinischen Verschlechterung, stärkere Effekte bei Hochrisiko-Patienten und eine bessere Separation nach 48 Wochen. Doch die 24-Wochen-Marke, der primäre Endpunkt, wurde verfehlt. Ein Treffen mit der FDA ist für Juni geplant.
Barclays formuliert es nüchtern: Eine FDA-Zulassung würde erhebliches Aufwärtspotenzial bedeuten – doch die nächsten zwölf Monate dürften aus Aktionärssicht schwierig werden. Die Schuldenlast drückt, während die Klarheit über die Zulassungsfähigkeit des Medikaments fehlt. Wedbush erwartet, dass die Aktie ohne regulatorische Klarheit in einer engen Spanne gefangen bleibt.
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