Gossamer Bio steht vor entscheidenden Wochen. Heute legt das Biopharma-Unternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Anleger warten vor allem auf Details zum wichtigsten Hoffnungsträger Seralutinib. Das Ziel: Die Zulassung im kommenden Monat.

Analysten rechnen mit einem Verlust von 0,08 bis 0,10 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz dürfte im vorbörslichen Bericht bei etwa vier Millionen US-Dollar liegen. Besonders die Cash-Reserven stehen unter Beobachtung. Diese schrumpften zuletzt deutlich auf rund 57 Millionen US-Dollar.

Die Weichen für den Markteintritt sind gestellt. Im September plant Gossamer Bio den Zulassungsantrag für Seralutinib bei der US-Behörde FDA einzureichen. Das Medikament soll Patienten mit Lungenhochdruck helfen. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Parallel dazu sicherte sich das Unternehmen die volle Kontrolle über den Wirkstoff. Gossamer Bio beendete die Partnerschaft mit der Chiesi-Gruppe und hält nun wieder alle weltweiten Rechte. Im Rahmen dieser Einigung floss eine Einmalzahlung von fünf Millionen US-Dollar an die US-Firma.

Um die finanzielle Stabilität zu sichern, baute der Vorstand die Schulden massiv um. Gläubiger tauschten Wandelanleihen im Wert von über 180 Millionen US-Dollar gegen neue Papiere mit Laufzeit bis 2030. Hinzu kommt ein geplanter Aktiensplit im umgekehrten Verhältnis. Dieser soll die Notierung an der Börse dauerhaft absichern.

Die Aktie notiert aktuell bei 0,1490 Euro. Trotz des leichten Kursanstiegs bleibt das Papier hochspekulativ. Die annualisierte Volatilität von 175 Prozent unterstreicht die massiven Preisschwankungen der vergangenen Wochen.

Der Fokus verschiebt sich nun auf das dritte Quartal 2026. Mit der geplanten Einreichung des Zulassungsantrags steht der wichtigste Meilenstein der Firmengeschichte bevor. Eine finale Entscheidung der FDA wird für das dritte Quartal 2027 erwartet.