Heute endet in Alaska die letzte öffentliche Anhörung zum Graphite-Creek-Minenprojekt. Damit schließt sich ein entscheidendes Fenster für Graphite One. Die U.S. Army Corps of Engineers sammelte in den vergangenen Tagen verpflichtende Stellungnahmen für die Umweltgenehmigung nach dem Clean Water Act. Für das Unternehmen geht es um weit mehr als nur ein lokales Stimmungsbild. An diesem bürokratischen Nadelöhr hängt die gesamte finanzielle Zukunft des Projekts.
Milliarden-Finanzierung in der Warteschleife
Hinter dem Genehmigungsprozess stehen gewaltige Summen. Die US-Export-Import-Bank (EXIM) hat unverbindliche Absichtserklärungen über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Davon entfallen 670 Millionen auf die Mine in Alaska und 1,4 Milliarden auf die geplante Verarbeitungsanlage in Ohio. Diese Gelder fließen allerdings erst, wenn die finalen Genehmigungen vorliegen.
Parallel dazu verhandelt das Management mit fünf großen nordamerikanischen Investmentbanken. Sie sollen die restlichen 30 Prozent der Kapitalkosten decken. Formelle Kreditanträge plant das Unternehmen für den späteren Verlauf des Jahres 2026.
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Der Druck im Kessel steigt
Ein strikter Zeitplan diktiert das Tempo. Als sogenanntes FAST-41-Projekt für kritische Mineralien genießt Graphite Creek zwar ein beschleunigtes Verfahren auf Bundesebene, muss aber bis zum 29. September 2026 alle Umweltprüfungen abschließen. Verpasst das Unternehmen diese harte Frist, rückt der geplante Baubeginn 2027 in weite Ferne. Erst nach dem grünen Licht des Bundes startet der separate Genehmigungsprozess des Bundesstaates Alaska.
Erschwerend kommt eine jüngste Entscheidung der US-Handelskommission hinzu. Da keine Schutzzölle gegen chinesische Graphitimporte verhängt werden, steigt die Abhängigkeit von staatlich gestützten Krediten enorm. An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in einer hohen Volatilität von knapp 80 Prozent wider. Nach einem Kursanstieg von gut 23 Prozent im vergangenen Monat notiert die Aktie aktuell bei 0,90 US-Dollar. Damit bleibt das Papier noch rund 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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Seltene Erden als Joker
Abseits des Graphits schlummert im Gestein ein potenzieller Bewertungskatalysator. Unabhängige Tests des Granatmaterials zeigten einen hohen Anteil an schweren Seltenen Erden. Dysprosium und Scandium gelten in den USA als strategisch kritische Mineralien. Ein geplantes Testprogramm mit einem nationalen US-Labor soll noch 2026 zeigen, ob sich diese Metalle wirtschaftlich extrahieren lassen.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert Graphite One bereits am 24. April mit den Quartalszahlen. Nach einem Nettoverlust von 9,14 Millionen US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr erhoffen sich Investoren vor allem ein Update zu den laufenden Bankgesprächen. Gelingt die Finanzierung in diesem Jahr, startet 2027 der Bau in Alaska. Die Anlage in Ohio soll Anfang 2028 erste Umsätze generieren, während die eigentliche Minenproduktion in Alaska erst für 2030 angesetzt ist.
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