Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy stützt das Graphite Creek Projekt massiv und hebt dessen strategische Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA hervor.

In einem am 31. August veröffentlichten Meinungsbeitrag für Fox News betonte der Politiker, dass die Lagerstätte den Graphitbedarf der Vereinigten Staaten für ein gesamtes Jahrhundert decken könnte. Diese Einschätzung unterstreicht die Dringlichkeit, die Abhängigkeit von Importen zu verringern, da die USA im Jahr 2025 bei Naturgraphit eine Nettoimportabhängigkeit von 100 % aufwiesen.

Strategische Lieferkette von Alaska bis Ohio

Das Vorhaben von Graphite One wird von der United States Geological Survey als die größte Graphitlagerstätte des Landes eingestuft. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, eine vertikal integrierte Lieferkette innerhalb der USA aufzubauen, die vom Abbau in Alaska bis zur Weiterverarbeitung in Ohio reicht.

Ein zentraler Meilenstein in diesem Prozess ist der Status des Projekts im sogenannten FAST-41-Verfahren, dem es seit Juni 2025 angehört. Dieses Programm soll die Genehmigungsprozesse für komplexe Infrastrukturprojekte beschleunigen und koordinieren.

Ergänzend zur Mine in Alaska treibt das Unternehmen die Planungen für ein Werk in Ohio voran. Dort ist die Produktion von jährlich 25.000 Tonnen synthetischem Graphit als Designziel vorgesehen. Mitte Juli wurde die dortige Luftgenehmigung als vorläufig vollständig akzeptiert.

Zudem signalisierte die staatliche Ex-Im-Bank bereits Interesse an einer Finanzierung in Höhe von rund 2,07 Milliarden US-Dollar, was den hohen Stellenwert der heimischen Graphitproduktion unterstreicht.

Marktvolatilität und operative Risiken

Trotz der politischen Rückendeckung sieht sich das Unternehmen an der Börse mit erheblichen Schwankungen konfrontiert. Medienberichten zufolge belasteten zuletzt Genehmigungsrisiken und der massive Finanzierungsbedarf die Stimmung der Anleger.

Auch lokale Opposition in Brevig Mission wird als potenzielles Hindernis für die termingerechte Umsetzung genannt. Graphite One strebt derzeit einen Produktionsstart für das Jahr 2029 an. Operativ verbuchte das Unternehmen Mitte Juli einen Nettoverlust von etwa 14,8 Millionen kanadischen Dollar.

Am heutigen Dienstag zeigt die Aktie jedoch eine deutliche Erholungstendenz und notiert aktuell bei 0,6290 Euro. Dies entspricht einem Plus von 6,4 % gegenüber dem Vortag. Damit kann sich der Wert deutlich von seinem 52-Wochen-Tief distanzieren, das am 17. September 2025 bei 0,4200 Euro markiert worden war.

Während die langfristige Strategie durch die Unterstützung aus der Politik und mögliche Milliardenkredite untermauert wird, bleibt der Weg bis zur tatsächlichen Produktion von den Fortschritten im Genehmigungsverfahren und der Sicherung der finalen Finanzierung abhängig.