Graphite One hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt — und liefert damit erstmals einen detaillierten Stufenplan für den Aufbau einer vollständig amerikanischen Graphit-Lieferkette. Das Projekt ist ambitioniert, der Weg dorthin lang, und eine entscheidende Finanzierungsfrage bleibt offen.
Verlust steigt, Kapital gesichert
Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2025 weitete sich auf 9,14 Millionen US-Dollar aus, nach 6,8 Millionen im Vorjahr. Ursache sind gestiegene Projektentwicklungsausgaben. Um die Kasse aufzufüllen, platzierte das Unternehmen im Februar 2026 eine öffentliche Aktienemission und erzielte damit Bruttoerlöse von 35 Millionen Kanadischen Dollar.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 41 Prozent an Wert verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt — ein Spiegelbild der Unsicherheit rund um die noch ausstehende Projektfinanzierung.
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Zwei Standorte, sieben Ausbaustufen
Das Herzstück der Strategie ist ein Zwei-Standort-Modell: eine Mine am Graphite Creek in Alaska und eine Verarbeitungsanlage in Ohio. Die Ohio-Anlage soll in sieben Modulen gebaut werden, jedes mit einer Jahreskapazität von 25.000 Tonnen. Allein das erste Modul schlägt mit rund 607 Millionen US-Dollar zu Buche.
Der Betrieb in Ohio soll 2028 anlaufen — zunächst mit zugekauftem Graphit von Drittanbietern. Ab 2031 ist der vollständige Umstieg auf Material aus der eigenen Alaskagrube geplant, womit die Gesamtkapazität von 175.000 Tonnen jährlich erreicht werden soll.
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EXIM-Finanzierung bleibt das zentrale Fragezeichen
Das Genehmigungsverfahren läuft über das US-amerikanische FAST-41-Programm, das Bundesbehörden auf verbindliche Zeitpläne verpflichtet. Der Abschluss der Umweltprüfung ist für September 2026 vorgesehen. Graphite Creek war das erste Alaskaprojekt überhaupt, das auf dem FAST-41-Dashboard gelistet wurde.
Bei der Finanzierung stützt sich das Unternehmen auf unverbindliche Absichtserklärungen der US Export-Import Bank (EXIM) über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar — aufgeteilt in 670 Millionen für Alaska und 1,4 Milliarden für Ohio. EXIM würde damit rund 70 Prozent des Gesamtkapitals abdecken. Die verbleibenden 30 Prozent sind noch nicht gesichert. Sollten die formellen EXIM-Anträge 2026 erfolgreich eingereicht werden, könnte der Baubeginn in Alaska bereits 2027 erfolgen.
Am 24. April 2026 legt Graphite One seinen nächsten Quartalsbericht vor. Investoren werden dabei vor allem auf den Stand des formellen EXIM-Antragsverfahrens achten — denn davon hängt ab, ob der Zeitplan für 2027 haltbar bleibt.
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