Graphite One profitiert von einer Kehrtwende in der US-Rohstoffpolitik. Die Regierung in Washington will den Abbau kritischer Mineralien in Alaska massiv beschleunigen. Das spielt dem Unternehmen bei seinen Plänen für eine nationale Lieferkette direkt in die Karten.

Neue Regeln für Alaskas Rohstoffe

Das US-Innenministerium schlägt eine Modernisierung der Bundesvorschriften vor. Ziel ist es, die Genehmigungsverfahren für Bergbauprojekte deutlich zu vereinfachen. Bisherige Beschränkungen sollen fallen, um die heimische Energieunabhängigkeit zu sichern.

Alaska gilt als strategischer Eckpfeiler für die nationale Sicherheit. Der Bundesstaat beherbergt fast ein Viertel der für den Bergbau offenen US-Flächen. Die neuen Richtlinien könnten den Weg für das Graphite Creek Projekt ebnen. Schnellere Genehmigungen sparen dem Management Zeit und Kapital.

Von der Mine bis zur Fabrik

Das Unternehmen verfolgt eine vertikale Strategie. Es kombiniert den Abbau in Alaska mit einer Fabrik für Anodenmaterial in Ohio. In der ersten Ausbaustufe soll das Werk jährlich 10.000 Tonnen Material produzieren. Später plant Graphite One eine Steigerung auf 25.000 Tonnen.

Aktuell hängen die USA vollständig von Importen bei Naturgraphit aus dem Ausland ab. Das Material ist jedoch unverzichtbar für Lithium-Ionen-Batterien in Elektroautos. Graphite One besetzt hier eine Marktlücke in der heimischen Lieferkette.

Erholung an der Börse

An der Börse sorgten die Nachrichten für Auftrieb. Die Aktie stieg am Dienstag um 3,59 Prozent. Damit kostet ein Anteilsschein aktuell 0,5770 Euro.

Trotz dieser Erholung bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn tiefrot. Das Minus beläuft sich auf rund 54 Prozent. Anleger blicken nun auf die kommenden operativen Meilensteine des Unternehmens.

Im August 2026 legt Graphite One neue Geschäftszahlen vor. Besonders wichtig wird der September 2026. Dann fällt voraussichtlich die endgültige Entscheidung über die Bundesgenehmigung für das Graphite Creek Projekt.