Graphite One arbeitet weiter an seinem Ziel, eine vollständig integrierte US-amerikanische Graphit-Lieferkette aufzubauen. Mit frischen Jahreszahlen, einem laufenden Genehmigungsverfahren auf Bundesebene und einer Finanzierungspipeline im Milliardenbereich hat das Unternehmen zuletzt gleich mehrere Entwicklungen kommuniziert — auch wenn der Weg von der Exploration zur Produktion noch lang ist.
Verlust weitet sich aus
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Graphite One einen Nettoverlust von 9,14 Millionen US-Dollar, nach 6,8 Millionen im Vorjahr. Das entspricht einem Verlust je Aktie von 0,06 US-Dollar. Als Explorationsunternehmen ohne laufende Produktion sind solche Verluste strukturell bedingt — die Kennzahl spiegelt vor allem steigende Projektkosten wider.
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Die Aktie notiert aktuell bei rund 0,70 Euro und hat seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben. Damit steht der Titel klar unter Druck, auch wenn er sich seit dem 52-Wochen-Tief vom September 2025 erholt hat.
Bundesgenehmigung und Finanzierungsrahmen
Ein zentraler Faktor für die Bewertung bleibt das Graphite Creek-Projekt in Alaska — laut U.S. Geological Survey die größte natürliche Graphitlagerstätte der USA. Das Projekt ist im FAST-41-Dashboard der Bundesbehörden gelistet, was einen koordinierten Genehmigungsprozess ermöglicht. Die zuständigen Behörden haben dafür ein Zeitfenster von 13,5 Monaten veranschlagt.
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Auf der Finanzierungsseite hat die US-amerikanische Export-Import Bank (EXIM) unverbindliche Interessensbekundungen über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar ausgestellt. Davon entfallen 1,4 Milliarden auf die geplante Anlage im ohioischen Warren und 670 Millionen auf das Alaska-Projekt. Ergänzend hat Graphite One eine öffentliche Kapitalerhöhung über 35 Millionen kanadische Dollar abgeschlossen; die zugehörigen Warrants werden seit Anfang März 2026 an der TSX Venture Exchange gehandelt.
Nächste Schritte
Der konkrete Fortschritt hängt nun an zwei Punkten: der formellen Umwandlung der EXIM-Interessensbekundungen in verbindliche Kreditvereinbarungen sowie dem Abschluss des bundesbehördlichen Genehmigungsverfahrens. Parallel plant das Unternehmen für 2026 ein Testprogramm mit einem nationalen US-Labor zur möglichen Gewinnung seltener Erden am Graphite Creek-Standort — ein Aspekt, der die Projektbewertung mittelfristig beeinflussen könnte.
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