Morgen legt Graphite One seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Für das Explorationsunternehmen sind Umsatz und Gewinn jedoch reine Nebensache. Investoren blicken auf zwei völlig andere Baustellen: die offene Milliardenfinanzierung und einen überraschenden Fund seltener Erden in Alaska. Das Projekt steht vor entscheidenden Wochen.
Finanzierung und Gegenwind aus Washington
Die US-Export-Import-Bank stellte bereits Kredite von bis zu 2,07 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Damit wären rund 70 Prozent der Projektkosten gedeckt. Den Rest verhandelt das Management aktuell mit nordamerikanischen Investmentbanken.
Ein Abschluss drängt. Der Nettoverlust stieg im letzten Berichtszeitraum auf 9,14 Millionen Dollar. Zeitgleich beliefen sich die Barreserven auf 8,35 Millionen Dollar. Das ist typisch für diese Unternehmensphase, unterstreicht aber den Kapitalbedarf.
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Erschwerend kommt eine politische Entscheidung hinzu. Am 26. April veröffentlicht die US-Handelskommission ihren finalen Bericht zu chinesischen Graphit-Importen. Im März lehnte die Behörde vorläufige Zölle ab. Sie sah keine Schädigung der heimischen Industrie. Damit bricht Graphite One ein wichtiger Schutzschild weg. Das Projekt ist nun noch stärker auf staatlich gestützte Finanzierungen angewiesen.
Seltene Erden als neuer Kurstreiber
Abseits des Graphit-Geschäfts sorgt eine geologische Entdeckung für Fantasie. Gesteinsproben aus dem geplanten Abbaugebiet enthalten hohe Konzentrationen an Dysprosium, Yttrium und Scandium. Diese schweren seltenen Erden machen 85 Prozent des gefundenen Materials aus. Die USA stufen Dysprosium und Scandium als kritische Mineralien ein. Das verleiht dem Fund geopolitische Brisanz.
Graphite One prüft nun eine parallele Förderung. Ein US-Nationallabor testet noch in diesem Jahr geeignete Extraktionsmethoden. Der Vorteil: Das gefundene Gestein weist kaum umweltschädliches Uran oder Thorium auf. Das vereinfacht mögliche Genehmigungsverfahren erheblich. Ein positiver Labortest könnte die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projekts massiv verbessern.
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Zeitplan wackelt
An der Börse spiegeln sich diese Hoffnungen und Risiken wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,85 Dollar. Das entspricht einem Monatsplus von über 20 Prozent. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von knapp 28 Prozent auf der Kurstafel.
Der regulatorische Druck wächst. Das Unternehmen muss alle Bundesgenehmigungen bis zum 29. September 2026 sichern. Nur so bleibt das Projekt im beschleunigten FAST-41-Programm der US-Regierung. Lokaler Widerstand erzwingt möglicherweise eine umfassendere Umweltprüfung. Das gefährdet den engen Zeitplan.
Die Meilensteine sind klar definiert. Sichert sich Graphite One in diesem Jahr die restliche Finanzierung, startet der Bau in Alaska 2027. Die Verarbeitungsanlage in Ohio soll Anfang 2028 erste Umsätze generieren. Der vollständige Minenbetrieb in Graphite Creek folgt dann im Jahr 2030.
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